Schülerzahlen an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen steigen leicht

bei Georg Kost

Werkreal-/Hauptschulen sowie Realschulen verzeichnen erneuten Rückgang

Grundschulen verzeichnen im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Plus von rund 0,3 Prozent auf knapp 369 900 Schülerinnen und Schüler. Archivfoto infopress24.de

BADEN WÜRTTEMBERG, 12.02.2022 (pm) – Nach den vorläufigen Ergebnissen der amtlichen Schulstatistik des Statistischen Landesamts besuchen im aktuellen Schuljahr 2021/22 in Baden-Württemberg rund 986 400 Schülerinnen und Schüler eine öffentliche allgemeinbildende Schule. Damit kann erstmals seit dem Schuljahr 2003/04 wieder eine leichte Erhöhung um rund 700 (+0,1 %) Schülerinnen und Schüler beobachtet werden.

Wie auch in den Vorjahren unterscheidet sich die Entwicklung der Zahl der Schülerinnen und Schüler stark in Abhängigkeit der Schulart: Grundschulen verzeichnen im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Plus von rund 0,3 Prozent auf knapp 369 900.

An Werkreal-/Hauptschulen (−4,1 %) sowie Realschulen (−0,9 %) sank die Zahl der Schülerinnen und Schüler weiterhin. Die Zahl der Werkreal-/Hauptschülerinnen und -schüler liegt mit 39 806 erstmals unter der der Marke von 40 000. 2002 lag ihre Anzahl noch bei knapp 212 000 Kindern und Jugendlichen und ist damit innerhalb von weniger als 20 Jahren um mehr als 80 Prozent gesunken. Der Anteil der Werkreal-/Hauptschülerinnen und -schüler an allen Schülerinnen und Schülern betrug im Schuljahr 2002/03 noch über 17 Prozent, wohingegen es im aktuellen Schuljahr 2021/22 nur noch rund vier Prozent sind. Realschülerinnen und -schüler machen aktuell mit rund 191 100 Personen immer noch gut 19 Prozent der Schülerinnen und Schüler an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen aus. Ihr Anteil ist damit im Vergleich zum Schuljahr 2002/03 konstant geblieben.

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler an Gymnasien bleibt beinahe identisch bei rund 259 900 (+0,0 %). Sie bilden damit nach wie vor die größte Gruppe aller Schülerinnen und Schüler an weiterführenden öffentlichen Schulen im allgemeinbildenden Bereich. Den größten Zuwachs an Schülerinnen und Schülern weisen die Gemeinschaftsschulen mit einem Zuwachs von 2,6 Prozent auf. Nach der Gründung der Gemeinschaftsschulen im Schuljahr 2012/13 wuchs der Anteil der Schülerinnen und Schüler an dieser Schulart stetig auf rund 8,6 Prozent in diesem Schuljahr. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen an Sonderpädagogischen Bildungs-und Beratungszentren stieg ebenfalls leicht um 1,3 Prozent auf 36 500.