Von den Plänen des Verbands aus Presse erfahren

bei Georg Kost

Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn fordert Einhaltung von Absprachen in Sachen Express-S-Bahn

Symbolfoto: infopress24.de

CALW/BÖBLINGEN, 20.02.2022 (pm) – Das vom Verband Region Stuttgart vorgestellte Konzept für die Express-S-Bahn S 62 stößt beim Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn auf massive Kritik.
Der Verwaltungsrat des Zweckverbands fordert den Verband Region Stuttgart auf, Absprachen, die im Stufenkonzept 2020 vereinbart wurden, einzuhalten.

„Wir müssen uns auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass die Hermann-Hesse-Bahn für die Bürgerinnen und Bürger ein optimales Verkehrsangebot bietet. Das war und ist unser Anspruch. Da wir dies durch die sogenannte Express-S-Bahn beeinträchtigt sehen, sind wir zum Handeln gezwungen“, verdeutlicht Landrat und Zweckverbandsvorsitzender Helmut Riegger die Position des Zweckverbands. Zuvor erfuhren der Vorsitzende Riegger und die Bürgermeister der Mitgliedskommunen aus der Presse von den Plänen des Verbands Region Stuttgart zur Express-S-Bahn S 62.

Eine Express-S-Bahn war bereits Gegenstand der Verhandlungen zum sogenannten zweiten Stufenkonzept zur Hermann-Hesse-Bahn. „Das jetzt vorliegende Konzept einer beschleunigten S-Bahn weicht deutlich von den in den damaligen Verhandlungen vom Verband vorgestellten Rahmenbedingungen ab. Besonders stört uns, dass gegenüber den damals getätigten Aussagen nun eine deutliche Ausweitung der Bedienzeiten vorgesehen ist“, so der Verbandsvorsitzende Landrat Riegger.

Zwar habe man tatsächlich der Express-S-Bahn den Vorrang eingeräumt, allerdings sei von wenigen Fahrten in der morgendlichen und abendlichen Hauptverkehrszeit die Rede gewesen.

„Gerade in der Hauptverkehrszeit ist es für die Hermann-Hesse-Bahn wichtig, Fahrgäste aus dem Kreis Calw auf die S-Bahnlinien S 6 und S 60 zu bringen. Der einfache Umstieg in Renningen auf die S60 zu den Arbeitsplätzen in Böblingen und Sindelfingen führt zu deutlichen Fahrgastgewinnen und gleichzeitig zu einer Verringerung des Individualverkehrs, die in aller Interesse sind“, erläutert Verbandsgeschäftsführer Michael Stierle die Problematik.

Der Verwaltungsrat verständigte sich darauf, umgehend Gespräche mit allen Beteiligten aufzunehmen, um hier im Sinne der Fahrgäste eine Verbesserung zu erreichen.