
Holzlager von Backhaus geht in Flammen auf Foto: Feuerwehr
BAD LIEBENZELL-BEINBERG, 28.05.2026 (rsr/pm) – Nur wenige Minuten trennten das historische Backhaus in Beinberg offenbar von einem deutlich größeren Brandunglück. Als am Mittwoch gegen 17.20 Uhr die Meldung über ein brennendes Backhaus in der Höhenstraße bei der Feuerwehr einging, rückten zahlreiche Einsatzkräfte aus Bad Liebenzell, Beinberg und Maisenbach aus.
Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass nicht das Backhaus selbst, sondern das direkt angebaute Holzlager in Flammen stand. Dennoch war die Lage ernst: Das Feuer hatte bereits auf das Dach des angrenzenden Schlachthauses übergegriffen, das zusammen mit dem Backhaus und dem Feuerwehrmagazin Teil des Gebäudekomplexes ist.
„Glück gehabt“, lautete deshalb das Fazit von Feuerwehr und Polizei nach dem Einsatz. Einsatzleiter und Stadtkommandant Thomas Bäuerle entschied angesichts der Ausbreitungsgefahr rasch, die Alarmstufe zu erhöhen und zusätzlich die Drehleiter der Feuerwehr Schömberg anzufordern. Von oben öffneten die Einsatzkräfte Teile der Dachkonstruktion und konnten so versteckte Brandherde gezielt bekämpfen.
Diese Maßnahme erwies sich als entscheidend. Nach Angaben der Feuerwehr gelang es dadurch, die Flammen einzudämmen, bevor sie sich weiter durch die Dachkonstruktion fressen konnten. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch die hohen Temperaturen am frühen Sommerabend.
Dank des schnellen und koordinierten Vorgehens blieben sowohl das Backhaus als auch das unmittelbar angrenzende Feuerwehrmagazin von größeren Schäden verschont. Mit Wärmebildkameras kontrollierten die Einsatzkräfte die Brandstelle noch bis in die Abendstunden, um mögliche Glutnester rechtzeitig aufzuspüren.
Während im Inneren des Backhauses keine sichtbaren Schäden festgestellt wurden, hinterließ der Brand am benachbarten Schlachthaus deutliche Spuren. Rußablagerungen zeugten dort von der enormen Hitzeentwicklung. Davon überzeugten sich auch Kreisbrandmeister Bernd Meyer, der stellvertretende Kreisbrandmeister Tido Lüdke sowie Bad Liebenzells stellvertretender Bürgermeister Sebastian Kopp vor Ort.
Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 30.000 Euro. Zur Ursache des Feuers liegen bislang keine Erkenntnisse vor; die Ermittlungen dauern an.
Insgesamt waren rund 70 Feuerwehrleute mit zwölf Fahrzeugen im Einsatz. Hinzu kamen zwei Kräfte des Rettungsdienstes sowie die Polizei. Verletzt wurde niemand.
