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ENZKREIS, 05.03.2026 (enz/rsr) – Wenn im Enzkreis ein Alarmmeldeempfänger auslöst, beginnt für viele Ehrenamtliche binnen Sekunden der Einsatz. Hinter jedem Alarm steht ein eng verzahntes System aus Engagement, Ausbildung und Verlässlichkeit. Der Rückblick des Landratsamtes Enzkreis auf das Jahr 2025 zeigt: Die Feuerwehren im Kreis haben erneut eine starke Leistung erbracht – personell stabil, fachlich gut aufgestellt und mit wachsendem Nachwuchs.
Nachwuchs und Engagement auf breiter Basis

Die Jugendfeuerwehren im Enzkreis zählen aktuell 1020 Mitglieder – 100 mehr als im Vorjahr. Archivfoto Georg Kost
An Nachwuchskräften mangelt es den Feuerwehren im Enzkreis nicht. Neben den kreisweit 2283 Einsatzkräften, deren Anzahl in den vergangenen Jahren konstant blieb, weist die Jahresstatistik eine besonders erfreuliche Entwicklung aus: Die Jugendfeuerwehr zählt derzeit 1020 Mitglieder – 100 mehr als im Vorjahr.
In den Altersabteilungen engagieren sich 648 Personen, bei der Feuerwehrmusik sind 77 Personen aktiv. In den Einsatzabteilungen leisten 286 Frauen Dienst, in der Jugendfeuerwehr sind es 308 Mädchen. Die Zahlen belegen, dass das Feuerwehrwesen im Enzkreis generationenübergreifend getragen wird und zunehmend auch weibliche Mitglieder stark vertreten sind.
1644 Einsätze im Kreis – 172 Mal Überlandhilfe
Die Einsatzkräfte der 59 Feuerwehrabteilungen in den 28 Städten und Gemeinden im Enzkreis rückten im vergangenen Jahr zu 1644 Einsätzen in ihren jeweiligen Gemarkungen aus. Zusätzlich unterstützten sie in 172 Fällen andere Kommunen im Rahmen der Überlandhilfe. Damit bewegen sich die Einsatzzahlen weiterhin auf dem hohen Niveau der Vorjahre.

Die Einsatzkräfte der 59 Feuerwehrabteilungen in den 28 Städten und Gemeinden im Enzkreis rückten im vergangenen Jahr zu 1644 Einsätzen aus. Foto Georg Kost
Die Bandbreite der Schadensereignisse war groß: Neben 344 Bränden standen 847 technische Hilfeleistungen im Einsatzprotokoll. Die Szenarien reichten von der technischen Menschenrettung nach Verkehrsunfällen über 48 Tierrettungen bis hin zu 30 Gefahrstoffeinsätzen. Insgesamt konnten 260 Menschen bei Bränden oder technischen Hilfeleistungen gerettet werden. Zugleich wurden die Feuerwehren 323 Mal fehlalarmiert – Einsätze, die ebenfalls Zeit, Personal und Material binden.
Ausbildung und Großübungen als Leistungsnachweis
Rund 550 Feuerwehrangehörige nahmen 2025 an der Kreisausbildung teil. Die kontinuierliche Fortbildung ist ein zentraler Baustein, um die hohe Einsatzbereitschaft dauerhaft sicherzustellen.
Ihre Kompetenz stellten die Enzkreis-Feuerwehren unter anderem bei einer groß angelegten Übung entlang der Schnellfahrstrecke der Deutschen Bahn im Mai 2025 unter Beweis. Dabei kamen eine große Anzahl von Fahrzeugen und Einsatzkräften zum Einsatz. Auch beim „Tag der Feuerwehren“ auf dem Messplatz in Pforzheim präsentierten sie ihre Leistungsfähigkeit einer breiten Öffentlichkeit.
Anerkennung für eine starke Gesamtleistung
Die Bilanz des Landratsamtes fällt klar aus: Die Feuerwehren im Enzkreis haben im Jahr 2025 erneut eine starke Leistung abgeliefert und ihre Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Diese Leistung verdient Anerkennung und Wertschätzung. Der Dank gilt nicht nur den Feuerwehrangehörigen selbst, sondern ebenso den Kommunen, die ihre Feuerwehren tatkräftig unterstützen.
Die Zahlen aus dem Jahresbericht stehen damit nicht nur für Statistik, sondern für konkrete Hilfeleistungen, gerettete Menschenleben und ein stabiles System des Bevölkerungsschutzes – getragen von Ehrenamtlichen aus der Mitte der Gesellschaft.
