
Symbolfoto: infopress24.de
ENZKREIS, BÖBLINGEN, CALW, PFORZHEIM, 08.09.2026 (pm/rsr) – Am Donnerstag, 10. September 2026, wird es im Enzkreis wieder laut: Beim bundesweiten Warntag werden ab 11 Uhr in zahlreichen Städten und Gemeinden die Sirenen ausgelöst. Mit der kreisweiten Sirenenprobe wird die technische Einsatzbereitschaft der Warnsysteme überprüft. Gleichzeitig soll die Bevölkerung für das Thema Warnung und die notwendige Vorsorge in Notfällen sensibilisiert werden. Für die Bevölkerung besteht an diesem Tag keine Gefahr.
Koordiniert wird die Aktion im Enzkreis vom Sachgebiet Bevölkerungsschutz im Landratsamt Enzkreis als untere Katastrophenschutzbehörde. An der Sirenenprobe beteiligen sich in diesem Jahr Birkenfeld, Eisingen, Engelsbrand, Friolzheim, Illingen, Ispringen, Kämpfelbach, Keltern, Königsbach-Stein, Maulbronn, Mühlacker, Neuenbürg, Neuhausen, Ölbronn-Dürrn, Ötisheim, Remchingen, Sternenfels, Straubenhardt, Tiefenbronn, Wiernsheim, Wimsheim und Wurmberg.
Den Auftakt bildet um 11 Uhr ein einminütiger Heulton. Außerhalb eines angekündigten Probebetriebs signalisiert dieser Ton eine unmittelbare oder in Kürze zu erwartende Gefahr. Um 11.45 Uhr folgt die Entwarnung mit einem einminütigen Dauerton. Dieser weist im Ernstfall auf das Ende der akuten Gefahrenlage hin.
Eine Warnung der Bevölkerung kann bei unterschiedlichen Gefahrenlagen erforderlich werden. Dazu zählen beispielsweise Naturereignisse wie Hochwasser und Überschwemmungen, gefährliche Wetterlagen oder Waldbrände. Auch bei Unfällen in Chemiebetrieben sowie beim Austritt radioaktiver Strahlung oder biologischer Gifte kann eine schnelle Warnung und Information der Bevölkerung notwendig sein.
Parallel zur Sirenenprobe werden auch weitere Warnsysteme getestet. Über die nationale Alarmzentrale beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe werden eine Warnung und eine Entwarnung über die Warn-App NINA ausgestrahlt. Über Cell Broadcast erhalten Mobilfunkgeräte, die die technischen Voraussetzungen erfüllen, ebenfalls eine Warnung. Eine Entwarnung wird über diesen Weg jedoch nicht versendet.
Für einen tatsächlichen Ernstfall gilt grundsätzlich: Ruhe bewahren, Türen und Fenster schließen und weitere Informationen über Warn-Apps, das Internet, Radio oder Fernsehen einholen. Die Notrufnummern 110 und 112 sind ausschließlich für akute Notfälle bestimmt und sollten nicht genutzt werden, um sich über eine Warnung oder deren Ursache zu informieren.
Weitere Hinweise zur persönlichen Notfallvorsorge enthält der „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Der Ratgeber sowie weitere Sicherheitstipps und Informationen zum Download der Warn-App NINA sind auf der Internetseite des BBK zu finden. Informationen zum bundesweiten Warntag und zum Thema Warnung gibt es ebenfalls beim BBK.
