Rund 80 Einsatzkräfte bekämpfen Waldbrand

Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserversorgung dar

bei Georg Kost

Die abgelegene Einsatzstelle und die schwierige Wasserversorgung stellten die Feuerwehr beim Waldbrand in Enzklösterle vor besondere Herausforderungen. Foto: Feuerwehr

KREIS CALW /ENZKLÖSTERLE, 29.07.2026 (pm/rsr) – Ein Waldbrand hat am Mittwochnachmittag die Feuerwehren in Enzklösterle gefordert. Gegen 13.37 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem abgelegenen Waldstück alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte brannte im Gipfelbereich eine Waldfläche von rund 500 Quadratmetern. Die Einsatzstelle lag etwa fünf Kilometer tief im Wald, sodass allein die Anfahrt rund 30 Minuten in Anspruch nahm.
Für die Brandbekämpfung wurden rund 80 Einsatzkräfte mit etwa zehn Fahrzeugen eingesetzt. Beteiligt waren die Feuerwehren aus Enzklösterle, Bad Wildbad, Neuweiler, Altensteig und Calw. Kreisbrandmeister vom Dienst Tido Lüdtke und Kreisbrandmeister Bernd Meyer unterstützten die Einsatzleitung vor Ort. Während des Einsatzes wurde zudem die Abteilung Calmbach zur Sicherstellung des Grundschutzes in Bereitschaft versetzt.

Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserversorgung an der abgelegenen Einsatzstelle dar. Nachdem die betroffenen Bäume unter Kontrolle gebracht worden waren, konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf die aufwendigen Nachlöscharbeiten, Foto: Feuerwehr

Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserversorgung an der abgelegenen Einsatzstelle dar. Die Feuerwehr verlegte zunächst eine umfangreiche Schlauchleitung und richtete zusätzlich einen Pendelverkehr zur Versorgung mit Löschwasser ein. Die Brandbekämpfung erfolgte mit vier C-Rohren.

Nachdem die betroffenen Bäume unter Kontrolle gebracht worden waren, konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf die aufwendigen Nachlöscharbeiten. Verbliebene Glutnester mussten gezielt aufgespürt und abgelöscht werden, um ein erneutes Aufflammen des Feuers zu verhindern. Bei der Suche nach Glutnestern kam auch eine Drohne zum Einsatz.

Insgesamt wurden für die Brandbekämpfung und die anschließenden Nachlöscharbeiten rund 30.000 Liter Wasser benötigt. Durch das koordinierte Vorgehen der Feuerwehren konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert werden.

Auch das Deutsche Rote Kreuz war vor Ort. Die Schnelleinsatzgruppe des DRK-Ortsvereins Oberes Enztal unterstützte den Einsatz mit drei Personen und einem Fahrzeug. Zudem machte sich die Polizei vor Ort ein Bild von der Lage. Die Feuerwehren waren bis in den frühen Abend mit den Arbeiten beschäftigt.