Kraftfahrzeugmechatroniker bleibt beliebtester Ausbildungsberuf in Baden-Württemberg

bei Georg Kost

Mit dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres rückt für viele junge Menschen die berufliche Zukunft in den Mittelpunkt. Symbolfoto: infopress24.de

BADEN-WÜRTTEMBERG, 03.09.2026 (pm) –  Mit dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres rückt für viele junge Menschen die berufliche Zukunft in den Mittelpunkt. Besonders gefragt ist weiterhin eine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker beziehungsweise zur Kraftfahrzeugmechatronikerin. Das geht aus der Berufsbildungsstatistik des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg für das Jahr 2025 hervor. Gleichzeitig zeigen die Zahlen, dass sich die Vergütung während der Ausbildung deutlich nach Ausbildungsjahr und Ausbildungsbereich unterscheidet. Im Jahr 2025 wurden in Baden-Württemberg insgesamt 65.894 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Davon entfielen 41.484 Verträge auf Männer, was einem Anteil von 63 Prozent entspricht. 24.410 Verträge wurden mit Frauen abgeschlossen, ihr Anteil lag damit bei 37 Prozent.

Der September ist traditionell der Monat, in dem die meisten Ausbildungen beginnen. 2025 starteten in diesem Monat 51.549 Auszubildende ihre berufliche Laufbahn. Das entspricht 78 Prozent aller im vergangenen Jahr neu begonnenen Ausbildungen im Land.

Kraftfahrzeugmechatroniker auf Platz eins
Der am stärksten besetzte Ausbildungsberuf war 2025 der Kraftfahrzeugmechatroniker beziehungsweise die Kraftfahrzeugmechatronikerin. Insgesamt wurden 3.033 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Dahinter folgten die Medizinische Fachangestellte beziehungsweise der Medizinische Fachangestellte mit 2.762 Neuabschlüssen sowie die Kauffrau beziehungsweise der Kaufmann für Büromanagement mit 2.674 neuen Ausbildungsverträgen.

Bei den Männern lag der Kraftfahrzeugmechatroniker mit 2.833 Neuabschlüssen ebenfalls deutlich an der Spitze. Es folgten der Industriemechaniker mit 1.990 und der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit 1.888 Neuabschlüssen.

Bei den Frauen zeigte sich ein anderes Bild. Hier führte die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten mit 2.621 Neuabschlüssen. Auf Platz zwei lag die Zahnmedizinische Fachangestellte mit 2.183 Abschlüssen, gefolgt von der Kauffrau für Büromanagement mit 2.054 neuen Ausbildungsverträgen.

Vergütung steigt mit den Ausbildungsjahren
Auch bei der Ausbildungsvergütung zeigen die Zahlen des Statistischen Landesamtes deutliche Unterschiede. Die durchschnittliche monatliche Vergütung, gemessen als Median, lag 2025 im ersten Ausbildungsjahr bei 1.090 Euro brutto. Im zweiten Ausbildungsjahr waren es durchschnittlich 1.182 Euro. Bei Berufen mit einer dreijährigen Ausbildungsdauer stieg die Vergütung im dritten Ausbildungsjahr auf durchschnittlich 1.269 Euro brutto.
Am höchsten waren die monatlichen Bruttovergütungen im Ausbildungsbereich Öffentlicher Dienst. Dahinter folgte der Bereich Industrie und Handel. Die niedrigste durchschnittliche monatliche Bruttovergütung wurde im Handwerk vereinbart.
Auch innerhalb der besonders häufig gewählten Ausbildungsberufe bestehen deutliche Unterschiede. Bei sieben der 20 am stärksten besetzten Ausbildungsberufe lag die durchschnittliche Bruttovergütung im ersten Ausbildungsjahr bei mindestens 1.100 Euro.

Den höchsten Wert erreichte dabei die Ausbildung zur Bankkauffrau beziehungsweise zum Bankkaufmann mit durchschnittlich 1.268 Euro brutto im Monat. Am unteren Ende der Top-20-Ausbildungsberufe lag die Ausbildung zur Friseurin beziehungsweise zum Friseur mit einer durchschnittlichen Vergütung von 682 Euro im ersten Ausbildungsjahr.

Besonders deutlich entwickelte sich die Vergütung bei Zimmerinnen und Zimmerern. Dort lag der Durchschnitt im ersten Ausbildungsjahr bei 1.080 Euro brutto. Im zweiten Jahr stieg er auf 1.300 Euro und im dritten Ausbildungsjahr auf 1.550 Euro. Damit wurde im dritten Ausbildungsjahr bei den Top-20-Ausbildungsberufen der höchste durchschnittliche Vergütungswert erreicht.

Die Zahlen geben damit nicht nur einen Überblick darüber, welche Ausbildungsberufe in Baden-Württemberg besonders häufig gewählt werden. Sie zeigen zugleich, wie unterschiedlich die finanzielle Situation während der Ausbildungszeit je nach Beruf und Ausbildungsbereich ausfallen kann.