
DRK Vorstand Joachim Gerlich sein neuer Stellvertreter Stefan Schoch. Foto DRK
TIEFENBRONN, 14.04.2026 (pm/rsr) – Das Ehrenamt bildet das Fundament des Deutschen Roten Kreuzes – getragen von Engagement, Verantwortung und gelebter Menschlichkeit. Wie vielfältig und unverzichtbar diese Arbeit ist, zeigte eindrucksvoll die Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsverein Tiefenbronn.
Am 11. April 2026 blickte der Ortsverein im Beisein zahlreicher Mitglieder und Ehrengäste auf ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr 2025 zurück. Neben umfassenden Berichten standen Ehrungen verdienter Mitglieder sowie richtungsweisende Neuwahlen auf der Tagesordnung.
Zu den Gästen zählten unter anderem der Präsident des DRK-Kreisverbandes, Professor Kramer, sowie Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderats und der Freiwilligen Feuerwehr Tiefenbronn. Die Versammlung verdeutlichte einmal mehr die große Bedeutung des DRK für die Region und die enge Vernetzung mit kommunalen und ehrenamtlichen Partnern.
Einsatzbereit an 365 Tagen im Jahr
Die Einsatzkräfte des Ortsvereins bewiesen auch im Jahr 2025 ein hohes Maß an Professionalität und Engagement. Insgesamt wurden 96 Einsätze erfolgreich bewältigt. Den größten Anteil bildeten dabei 86 Alarmierungen im Rahmen des Helfer-vor-Ort-Systems. Hinzu kamen vier Einsätze der Bereitschaft sowie sechs Einsätze im Hausnotruf.
Die Alarmierungen verteilten sich auf die Ortsteile Tiefenbronn (49), Mühlhausen (23) und Lehningen (15) sowie weitere Gemeinden im Enzkreis. Unter den Einsätzen befanden sich auch mehrere Großeinsätze, darunter ein Dachstuhlbrand in Mühlhausen im Mai und ein Brand in Knittlingen im November. Diese Ereignisse unterstreichen die hohe Einsatzbereitschaft und die unverzichtbare Rolle des DRK im regionalen Rettungswesen.
Wachstum und Engagement auf allen Ebenen
Mit insgesamt 69 aktiven Mitgliedern ist der Ortsverein so stark aufgestellt wie seit Jahren nicht mehr. Besonders erfreulich entwickelte sich das Jugendrotkreuz, das seinen Mitgliederstand um neun auf nunmehr 26 Kinder und Jugendliche steigern konnte. Dieser Zuwachs ist nicht zuletzt auf die erfolgreiche Präsentation beim Tag der offenen Tür zurückzuführen.
Jugendleiter Oliver Becht berichtete von zwei engagierten Gruppen: den „Erste-Hilfe-Wichteln“ im Alter von sechs bis zwölf Jahren sowie den „Junior Sanis“ im Alter von zwölf bis siebzehn Jahren. Beide Gruppen treffen sich im zweiwöchigen Rhythmus in Mühlhausen und werden dort praxisnah an die Aufgaben des Roten Kreuzes herangeführt.
Mit Blick auf die Zukunft hat sich die Vorstandschaft für das Jahr 2026 ein weiteres Ziel gesetzt: die Gründung einer Gemeinschaft für Wohlfahrts- und Sozialarbeit. Damit sollen insbesondere Aktivitäten außerhalb des Einsatzdienstes gebündelt und nachhaltig gestärkt werden.



Tag der offenen Tür als Publikumsmagnet
Ein herausragendes Ereignis im Jahr 2025 war die Einweihung des neuen Katastrophenschutz-LKWs, die mit einem Tag der offenen Tür verbunden wurde. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse in der Bevölkerung und wurde von einem DRK-Symposium des Kreisverbandes am Vortag begleitet.
Das Planungsteam um Stefan Schoch und Rüdiger Schneider sowie alle freiwilligen Helferinnen und Helfer wurden für ihren außergewöhnlichen Einsatz ausdrücklich gewürdigt. Der Erfolg dieser Veranstaltung spiegelte die hohe Akzeptanz und Wertschätzung des DRK in der Region wider.
Auch die weiteren Vereinsveranstaltungen fanden großen Anklang. Dazu zählten das Sommergrillfest, die Bewirtung beim Jubiläum des LEADER-Heckengäu-Programms, der bereits 49. Seniorennachmittag der Gemeinde sowie die Glühweinparty im Kollmar-Hof. Diese Aktivitäten unterstreichen die starke Verwurzelung des Ortsvereins im gesellschaftlichen Leben.
Würdigung langjähriger Treue und Verdienste
Ein besonderer Höhepunkt der Jahreshauptversammlung war die Ehrung verdienter Mitglieder für ihre langjährige Unterstützung und ihr außergewöhnliches Engagement.
Für ihre Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet:
Helena Waldhier für 5 Jahre,
Falk Storbeck für 10 Jahre,
Oliver Becht für 15 Jahre,
Stefan Schoch für 20 Jahre,
Martin Erismann für 25 Jahre.
Eine besondere Ehrung erhielt Rüdiger Schneider, der für 40 Jahre Mitgliedschaft durch den Präsidenten des DRK-Kreisverbandes, Wolfgang Kamer, ausgezeichnet wurde. Sein jahrzehntelanges Wirken steht beispielhaft für Verlässlichkeit und Einsatzbereitschaft im Zeichen der Menschlichkeit.
Für ein herausragendes Engagement wurde Günter Schneider mit der DRK-Verdienstmedaille geehrt. Bereits im vergangenen Jahr konnte er seine 60-jährige Mitgliedschaft feiern. Mit dieser Auszeichnung erhielt er zusätzlich eine besondere Anerkennung durch den DRK-Landesverband für seinen außergewöhnlichen und nachhaltigen Einsatz. Der Ortsverein dankte allen Geehrten herzlich für ihre langjährige Unterstützung und ihren unermüdlichen Dienst am Gemeinwohl.
Neuwahlen bringen Kontinuität und neue Impulse
Im Rahmen der satzungsgemäßen Neuwahlen wurde Joachim Gerlich mit großer Zustimmung erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt. Als neuer 2. Vorsitzender wurde Stefan Schoch bestimmt. Er war bislang stellvertretender Bereitschaftsleiter und tritt die Nachfolge von Günter Schneider an, der sein Amt nach vielen Jahren engagierter Tätigkeit abgab. Dem Vorstand bleibt er jedoch weiterhin als Beisitzer erhalten.
Auch in der Bereitschaftsleitung gab es Veränderungen. Rüdiger Schneider wurde in seinem Amt als Bereitschaftsleiter bestätigt. Zu seinen Stellvertretern wählten die Mitglieder Oliver Becht und Nils Kohler. Beide verfügen über langjährige Erfahrung und übernehmen gemeinsam Verantwortung für die Einsatzmannschaft des Ortsvereins.
Dank an starke Partner in der Gemeinde
Zum Abschluss der Versammlung sprach der Vorstand seinen Dank an Bürgermeister Frank Spottek, den Gemeinderat sowie die Freiwillige Feuerwehr Tiefenbronn aus. Gewürdigt wurden die verlässliche Unterstützung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ohne dieses starke Netzwerk aus Ehrenamt, Verwaltung und Blaulichtorganisationen wäre die erfolgreiche Arbeit des DRK-Ortsvereins Tiefenbronn nicht möglich.
Ein Jahr im Zeichen der Menschlichkeit
Die Jahreshauptversammlung machte deutlich, wie unverzichtbar das ehrenamtliche Engagement des DRK für die Gesellschaft ist. Mit hoher Einsatzbereitschaft, einer starken Nachwuchsarbeit und einem engagierten Vorstand blickt der DRK-Ortsverein Tiefenbronn zuversichtlich in die Zukunft. Auch im kommenden Jahr wird er seiner humanitären Aufgabe gerecht werden – im Dienst der Menschen und im Zeichen der Menschlichkeit.
