Großübung „ENZKonvoi2026“

Rund 200 Einsatzkräfte proben den Katastrophenfall im Enzkreis

bei Georg Kost

Sirenen, Blaulicht und Fahrzeugkolonnen prägten am Samstag das Bild im Enzkreis bei der Großübung ENZKonvoi, wie auf unserem Bild, das in Mühlhausen entstand. Foto: Georg Kost

ENZKREIS/TIEFENBRONN, 10.05.2026 (rsr) – Sirenen, Blaulicht und Fahrzeugkolonnen prägten am Samstag das Bild im Enzkreis: Mit der groß angelegten Katastrophenschutzübung „ENZKonvoi2026“ trainierten rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Deutschem Roten Kreuz und Malteser Hilfsdienst den Ernstfall. Insgesamt etwa 60 Einsatzfahrzeuge waren dabei im gesamten Kreisgebiet unterwegs. Im Mittelpunkt stand die koordinierte Verlegung großer Einsatzverbände unter realitätsnahen Bedingungen – ein Szenario, das im Katastrophenfall über schnelle und wirksame Hilfe entscheiden kann.

Die Übung gilt als eine der umfangreichsten ihrer Art im Enzkreis in den vergangenen Jahren. Zeitgleich setzten sich am Morgen zwei große Fahrzeugverbände von Neuenbürg und Maulbronn aus in Bewegung. Die Routen führten quer durch zahlreiche Kommunen des Landkreises, unter anderem über Mühlacker, Maulbronn, Ötisheim und Wiernsheim. Zielpunkt war Tiefenbronn-Mühlhausen, wo die Einsatzkräfte eine Zwischenstation einlegten, bevor die Kolonnen am Nachmittag jeweils in entgegengesetzter Richtung zu den anderen Ausgangsorten zurückkehrten.

Rund 200 Einsatzkräfte proben den Katastrophenfall im Enzkreis. Foto: Georg Kost

Besonderes Augenmerk lag auf dem sogenannten Kolonnenverfahren – dem geschlossenen Fahren großer Fahrzeugverbände mit Sonderechten auf Landstraßen und Autobahnabschnitten. Unter möglichst realistischen Bedingungen wurden dabei Kommunikationsabläufe, Koordinierung und das Verhalten innerhalb der Verbände trainiert. Auch mögliche Fehlerquellen und Störungen im Ablauf wurden bewusst in die Übung integriert, um die Einsatzkräfte auf kritische Situationen vorzubereiten.

Nach Angaben der Stabsstelle des Landratsamts Enzkreis sei der Bedarf an solchen Übungen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Ereignisse wie Unwetterlagen, großflächige Stromausfälle oder andere Großschadensereignisse hätten gezeigt, wie wichtig eine funktionierende Zusammenarbeit der unterschiedlichen Hilfsorganisationen sei. Ziel sei es, im Ernstfall Hilfe schnell, geordnet und effektiv an den jeweiligen Einsatzort bringen zu können.

Die Verantwortlichen zeigten sich mit dem Verlauf der ganztägigen Übung zufrieden. Neben der praktischen Fahrpraxis im Verband stand vor allem die organisationsübergreifende Zusammenarbeit im Fokus. Gerade bei großflächigen Schadenslagen sei ein eingespieltes Zusammenspiel aller Beteiligten entscheidend, um die Bevölkerung wirksam schützen zu können.

Rund 200 Einsatzkräfte proben den Katastrophenfall im Enzkreis. Foto: Georg Kost
Rund 200 Einsatzkräfte proben den Katastrophenfall im Enzkreis. Foto: Georg Kost
Rund 200 Einsatzkräfte proben den Katastrophenfall im Enzkreis. Foto: Georg Kost

Mit „ENZKonvoi2026“ setzte der Enzkreis damit ein deutliches Zeichen für die Bedeutung moderner Katastrophenschutzplanung – und für die Einsatzbereitschaft der zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die im Hintergrund für den Ernstfall trainieren.