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STUTTGART, 15.08.2026 (pm) – Auf Baden-Württembergs Straßen hat die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden erneut zugenommen. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes ereigneten sich im Jahr 2025 insgesamt 34.221 Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden. Das entspricht einem Anstieg von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rein rechnerisch verunglückten damit täglich durchschnittlich 94-mal Menschen im Straßenverkehr.
Besonders häufig kam es innerhalb geschlossener Ortschaften zu Unfällen. Mit 22.308 Fällen entfielen nahezu zwei Drittel aller Unfälle mit Personenschaden auf den innerörtlichen Bereich. Außerhalb von Ortschaften registrierten die Behörden 11.913 Unfälle.
Bei der Auswertung nach Straßenklassen zeigt sich ein deutliches Bild. Die meisten Unfälle ereigneten sich auf Gemeinde- und sonstigen Straßen. Dort wurden 16.693 Unfälle gezählt, was einem Anstieg von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auf Landes- und Kreisstraßen kam es zu 10.410 Unfällen. Damit ereignete sich rund jeder dritte Unfall auf diesen Verkehrswegen. Die Zahl sank hier um zwei Prozent.
Auf Bundesstraßen blieb die Zahl der Unfälle mit 5.127 Fällen unverändert. Am niedrigsten fiel das Unfallaufkommen auf Autobahnen aus. Dort registrierte das Statistische Landesamt 1.991 Unfälle mit Personenschaden. Das entspricht einem Rückgang von vier Prozent.
Ein genauer Blick auf die Unfallorte zeigt unterschiedliche Schwerpunkte. Innerhalb von Ortschaften waren vor allem Einmündungen und Kreuzungen besonders unfallträchtig. An Einmündungen ereigneten sich 4.595 Unfälle, an Kreuzungen 3.787.
Außerhalb geschlossener Ortschaften verlagert sich das Unfallgeschehen. Dort zählen Kurven zu den gefährlichsten Straßenabschnitten. Jeder fünfte Unfall ereignete sich in diesem Bereich. Ebenfalls häufig betroffen waren Einmündungen.
An Grundstücksein- und -ausfahrten wurden landesweit 1.774 Unfälle registriert. In Kreisverkehren kam es zu 1.135 Unfällen.
Die Statistik zeigt außerdem, welche Verkehrsmittel besonders häufig in Unfälle verwickelt waren. Mit deutlichem Abstand stehen Personenkraftwagen an erster Stelle. Bei 23.373 Unfällen war mindestens ein Pkw beteiligt. An zweiter Stelle folgen Fahrräder einschließlich Pedelecs mit 11.469 Unfallbeteiligungen. Motorräder mit amtlichem Kennzeichen waren in 3.774 Fällen beteiligt. Fußgängerinnen und Fußgänger waren in 3.082 Unfälle verwickelt.
Wer sich über das Unfallgeschehen in der eigenen Region informieren möchte, kann auf den aktualisierten Unfallatlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zurückgreifen. Die interaktive Anwendung stellt die Unfallorte aller Unfälle mit Personenschaden kartografisch dar und ermöglicht eine detaillierte Auswertung nach Unfallschwere und beteiligten Verkehrsmitteln. Die zugrunde liegenden Daten können zudem heruntergeladen und für weitergehende Analysen genutzt werden. Der Unfallatlas wurde im Juli 2026 mit den Daten des Jahres 2025 aktualisiert und steht kostenfrei zur Verfügung.
