Der Jazz erklingt im Schwarzwald

„BlackForestJazz“ Festival geht in die dritte Auflage

bei Georg Kost

Das „BlackForestJazz“ Festival geht in die dritte Auflage unteranderem mit Jakob Bänsch Archivfoto: infopress24.de

PFORZHEIM, 15.08.2026 (pm) – Wenn im Herbst Nebelschwaden durch die Täler des Nordschwarzwalds ziehen, bekommt die Region einen neuen Sound. Mit seiner dritten Ausgabe kehrt das BlackForestJazz-Festival im Herbst 2026 zurück und verwandelt Städte, Dörfer und besondere Orte der Region erneut in Bühnen für eine Musik, die wie kaum eine andere von Freiheit, Austausch und Bewegung lebt. 25 Konzerte in nahezu ebenso vielen Locations – und damit mehr denn je: Vom 24. September bis 11. Oktober entsteht zwischen Pforzheim, Remchingen, Freudenstadt, Calw, Bad Liebenzell, Neuenbürg, Altensteig und Maulbronn ein musikalisches Netzwerk aus Konzerten, Begegnungen und außergewöhnlichen Spielorten samt attraktivem Rahmenprogramm.

Die Idee hinter dem Festival ist eng mit der Region verbunden. „Der Nordschwarzwald hat ein lebendiges kulturelles Leben“, sagt Festivalorganisator Gerhard Baral. Gemeinsam mit Sebastian Studnitzky entwickelte er das Konzept. „Uns war wichtig zu zeigen, dass hier eine international vernetzte Musikerin und Musiker -Szene entstanden ist und teilweise bis heute wirkt.“

Studnitzky setzt dabei bewusst auf eine programmatische Handschrift, die sich von klassischen Festivalformaten abhebt: „Ich habe darauf geachtet, dass die Künstlerinnen und Künstler zu den unterschiedlichen Spielstätten und zum jeweiligen Publikum passen. Gleichzeitig ging es mir darum, ein möglichst vielfältiges und überraschendes Programm auf höchstem Niveau zusammenzustellen.“

Dass der Schwarzwald dabei selbst eine besondere Jazzgeschichte besitzt, reicht bis in die 1960er- und 70er-Jahre zurück, als im MPS-Studio legendäre Aufnahmen entstanden. An diese Tradition knüpft das Festival an – mit einem Programm, das internationale Jazzkultur und regionale Perspektiven verbindet. Zu den Höhepunkten zählen unter anderem das Tingvall Trio, LBT sowie Omar Sosa mit der NDR Bigband.

Gleichzeitig setzt das Festival gezielt auf Kontraste. „Ein improvisierendes Streichquartett im Hofgut, eine elektroakustische Flöte im Kunstverein oder Jazz zu einem Stummfilm – solche Kombinationen sollen das Publikum nicht nur begeistern, sondern auch herausfordern“, so Studnitzky.

Auch innovative Stimmen prägen das Programm: Jakob Bänsch, David Helbock oder das Atom String Quartet stehen exemplarisch für eine Szene, die sich stilistisch nicht festlegen lässt.

Gerade die Vielfalt der Orte ist für die Veranstalter ein zentrales Element. „Die gesamte Region kann mit ihren besonderen Orten erlebt werden“, erklärt Baral. So entsteht im Nordschwarzwald ein kulturelles Ereignis, das weit über einzelne Konzerte hinausreicht. „BlackForestJazz ist ein wesentlicher Baustein, um die Region sichtbar zu machen“, sagt Baral.

Jazz wird hier zum verbindenden Element – zwischen Landschaft und Musik, Tradition und Gegenwart, Schwarzwald und Welt.

Weitere Informationen (Gesamtprogramm) und Tickets unter www.blackforestjazz.de