
Innenminister Strobel (rechts) überreicht die Urkunde dem Verbandsvorsitzenden und Wurmberger Bürgermeister Jörg-Michael Teply. Foto: Ministerium des Inneren, Digitalisierung und Kommunen
ENZKREIS, 16.01.2026 (enz) – Nachdem dem „Zweckverband Breitbandversorgung im Enzkreis“ bereits im November und Dezember 2025 Förderbescheide des Bundes sowie des Landes Baden-Württemberg zugestellt worden waren, fanden Mitte Januar die feierlichen Übergaben der Urkunden in Berlin und Stuttgart statt.
Die Förderzusagen des Bundes in Höhe von 39,75 Millionen Euro sowie 31,8 Millionen Euro des Landes sollen den Ausbau der rund 6.000 „Grauen Flecken“ in Friolzheim, Heimsheim, Illingen, Knittlingen, Mönsheim, Neuenbürg, Ötisheim, Sternenfels, Straubenhardt, Wimsheim und Wurmberg maßgeblich unterstützen. Der bereits abgeschlossene bzw. noch laufenden Glasfaserausbau der sogenannten „Weißen Flecken“ in diesen Kommunen kann damit durch den Zweckverband überall dort ergänzt werden, wo bislang Übertragungsraten von über 30 Mbit/s vorhanden sind, aber noch kein gigabit-fähiges Netz zur Verfügung steht und kein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch private Anbieter stattfindet.
Nach Abzug der Fördermittel sind noch zehn Prozent der Baukosten von den Kommunen selbst zu tragen. Eine entsprechende Beschlussfassung in den einzelnen Kommunen über den Ausbau der Grauen Flecken und Übernahme der Eigenanteile ist Grundvoraussetzung dafür, dass der Zweckverband tätig werden kann.

Bundesminister Wildberger (links) überreicht den Förderbescheid im Beisein von Staatsminister Krichbaum MdB an die Erste Landesbeamtin und stellvertretende Landrätin des Enzkreises, Hilde Neidhardt. Foto: Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung
Baden-Württembergs Digitalisierungsminister Thomas Strobl verwies bei der feierlichen Übergabe der Förderbescheide am 13. Januar 2026 in Stuttgart darauf, dass heute „leistungsfähige digitale Netze weit mehr als technische Infrastruktur sind. Sie sind die Grundlage für wirtschaftliche Stärke, gleichwertige Lebensverhältnisse, eine moderne Verwaltung – und zunehmend auch für die Resilienz unseres Landes. Jeder Euro, den wir in die digitale Infrastruktur investieren, ist eine Investition in die Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit“.
Hilde Neidhardt, Erste Landesbeamtin des Enzkreises, war eigens nach Berlin gereist, um den Förderbescheid des Bundes persönlich in Empfang zu nehmen. Sie erhielt diesen im Beisein des Bundestagsabgeordneten für Pforzheim und den Enzkreis, Staatsminister Gunther Krichbaum, aus den Händen von Digitalisierungsminister Karsten Wildberger und betont: „Mit den nun bereit gestellten Geldern können die Arbeiten am Ausbau der Breitbandnetze im Enzkreis Schritt für Schritt weitergehen, um viele weitere Bürgerinnen und Bürger im Enzkreis mit Giga-schnellem Internet zu versorgen.“
Mit den zusätzlichen Fördermitteln für die Grauen Flecken hat der Bund dem Zweckverband bislang insgesamt 210 Millionen Euro für den Glasfaserausbau im Enzkreis zur Verfügung gestellt, das Land Baden-Württemberg zusätzlich knapp 170 Millionen Euro.
Ob der Ausbau der Grauen Flecken durch den Zweckverband tatsächlich in allen elf genannten Kommunen erfolgt, hängt maßgeblich aber noch von den eigenwirtschaftlichen Ausbauabsichten privater Anbieter ab. Auf jeden Fall sind aber neue Ausschreibungsverfahren für die notwendigen Planungs- und Bauleistungen notwendig. Jörg-Michael Teply, Vorsitzender des Zweckverbandes Breitbandversorgung im Enzkreis und Bürgermeister von Wurmberg, der den Förderbescheid in Stuttgart gemeinsam mit seinen Kollegen Mario Weisbrich (Wimsheim) und Fabian Bader (Neuenbürg) entgegennahm, blickt voraus: „Die Verfahren sollen nun zügig durchgeführt werden, damit hoffentlich spätestens in zwei Jahren gebaut werden kann.
