Vapes richtig entsorgen

Neue Rücknahmepflicht soll Umwelt und Menschen schützen

bei Georg Kost

Ausgediente Vapes gehören nicht in den Restmüll. Symbolfoto: infopress24.de

LANDKREIS BÖBLINGEN, 21.08.2026 (pm) –  Millionen von E-Zigaretten werden jedes Jahr verkauft. Doch was viele Nutzer nicht wissen: Ausgediente Vapes gehören nicht in den Restmüll. Seit dem 1. Juli gilt deshalb eine neue gesetzliche Regelung, die Verkaufsstellen zur kostenlosen Rücknahme von E-Zigaretten und elektronischen Tabakerhitzern verpflichtet.

Mit der zum 1. Januar 2026 in Kraft getretenen Novelle des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG4) wurden die Rücknahmepflichten für Elektro-Altgeräte erweitert. Während größere Händler bereits seit längerer Zeit entsprechende Geräte zurücknehmen müssen, sind nun auch Kioske, Tankstellen und andere Verkaufsstellen betroffen, die E-Zigaretten oder elektronische Tabakerhitzer anbieten.

Für Verbraucher bedeutet die neue Regelung vor allem eines: Die Rückgabe ausgedienter Geräte ist kostenlos und unabhängig vom Kauf eines neuen Produkts möglich. Entscheidend für die Rücknahmepflicht ist dabei nicht die Größe des Geschäfts, sondern ausschließlich der Verkauf entsprechender Produkte.

Der Hintergrund der gesetzlichen Änderung ist vor allem die fachgerechte Entsorgung der Geräte. Sowohl Einweg-Vapes als auch nachfüllbare E-Zigaretten enthalten fest eingebaute Lithium-Ionen-Batterien sowie wertvolle Rohstoffe. Werden die Geräte über den Hausmüll entsorgt, können die Akkus beschädigt werden und Brände auslösen. Bereits in Müllfahrzeugen oder in Entsorgungsanlagen stellen falsch entsorgte Batterien ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

Darüber hinaus gehen wichtige Rohstoffe verloren, wenn die Geräte nicht dem Recycling zugeführt werden. Dazu gehören unter anderem Lithium, Kobalt, Nickel, Kupfer, Edelstahl und verschiedene Kunststoffe, die bei einer fachgerechten Entsorgung wiederverwertet werden können.

Im Landkreis Böblingen können ausgediente E-Zigaretten nicht nur in den Verkaufsstellen, sondern auch auf ausgewählten Wertstoffhöfen des Abfallwirtschaftsbetriebs abgegeben werden. Insgesamt 16 der 30 Wertstoffhöfe nehmen Elektrogeräte mit fest eingebauten Akkus an. Dort können neben Kühlschränken und Fernsehgeräten auch Vapes entsorgt werden.

Thomas Koch, Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs Böblingen, appelliert deshalb an die Verbraucher, elektronische Tabakerhitzer und E-Zigaretten keinesfalls in den Restmüll zu werfen. Das Brandrisiko durch die eingebauten Lithium-Ionen-Batterien sei hoch. Gleichzeitig gingen wertvolle Rohstoffe für den Recyclingkreislauf verloren.

Weitere Informationen zur richtigen Entsorgung von E-Zigaretten und elektronischen Tabakerhitzern stellt die Stiftung elektro-altgeräte register zur Verfügung. Außerdem bietet sie kostenfreie Informationsmaterialien für Verbraucher und Verkaufsstellen an.