
Jessica Bertsch, Kämmerin der Gemeinde Tiefenbronn will Bürgermeisterin werden. Foto: Richard Wesner Photography
TIEFENBRONN, 26.10.2026 (rsr) – Sie kennt die kommunalen Finanzen, die Abläufe im Rathaus und die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat aus ihrer täglichen Arbeit. Nun möchte Jessica Bertsch mehr Verantwortung übernehmen: Die Kämmerin der Gemeinde Tiefenbronn hat ihre Kandidatur für das Bürgermeisteramt angekündigt. Die parteiunabhängige Bewerberin will ihre Erfahrungen aus dreieinhalb Jahren in der Gemeindeverwaltung künftig an der Spitze des Rathauses einbringen.
Ihre Entscheidung hat Jessica Bertsch in einer für Tiefenbronn schwierigen Zeit getroffen. Der plötzliche Tod von Bürgermeister Frank Spottek hat die Gemeinde tief bewegt. Bertsch ist sich dieser besonderen Situation bewusst. In ihrer persönlichen Erklärung betont sie, wie wichtig ihr ein respektvoller und verantwortungsbewusster Umgang mit der anstehenden Wahl ist. Ihre Kandidatur verbindet sie zugleich mit ihrer Verbundenheit zu Tiefenbronn und den drei Ortsteilen.
Ihren Entschluss gab die Betriebswirtin am Freitag im Rahmen der Gemeinderatsitzung im Bürger- und Kulturhaus Rose bekannt. Zuvor hatte sie die Mitglieder des Gemeinderates im Rahmen einer nichtöffentlichen Sitzung über ihre Kandidatur informiert.
Eine Gemeinde, die ihr ans Herz gewachsen ist
Seit dreieinhalb Jahren arbeitet Jessica Bertsch als Kämmerin für die Gemeinde. In dieser Zeit, sei ihr Tiefenbronn, Mühlhausen und Lehningen und vor allem die Menschen, die dort leben und sich engagieren, sehr ans Herz gewachsen. Es sind persönliche Worte, mit denen sie ihre Entscheidung begründet. Nicht allein die berufliche Erfahrung, sondern auch die Beziehung zur Gemeinde spielt für sie eine Rolle.
Besonders hebt Jessica Bertsch den Zusammenhalt zwischen den Ortsteilen, das Engagement der Vereine und die Bereitschaft vieler Menschen hervor, sich füreinander einzusetzen. Diese Eigenschaften und die besondere Lebensqualität möchte sie nach eigenen Angaben bewahren und weiterentwickeln.
Dass sie die Gemeinde aus ihrer beruflichen Tätigkeit kennt, ist für Jessica Bertsch zugleich eine Grundlage für ihre Bewerbung. Als Betriebswirtin bringt sie Erfahrungen aus der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Dienst mit. Hinzu kommen nach ihren Angaben rund zehn Jahre Führungserfahrung. Durch ihre Arbeit als Kämmerin kennt sie die finanziellen Spielräume der Kommune ebenso wie die Aufgaben, vor denen Verwaltung und Gemeinderat stehen.
Solide Finanzen und ein gutes Miteinander
Welche Themen ihr für die Zukunft Tiefenbronns wichtig sind, umreißt Jessica Bertsch bereits in ihrer Erklärung. Dazu zählt sie verantwortungsvolle Gemeindefinanzen, gute Angebote für Familien und ältere Menschen, lebendige Ortskerne und eine verlässliche Infrastruktur. Auch die örtlichen Vereine und Betriebe möchte sie unterstützen.
Dabei beschränkt sich ihr Anspruch nicht auf einzelne Sachthemen. Jessica Bertsch legt besonderen Wert auf das Miteinander und die Art, wie Entscheidungen in der Gemeinde vorbereitet und getroffen werden. Sie möchte zuhören, unterschiedliche Sichtweisen ernst nehmen und Entscheidungen nachvollziehbar machen. Gemeinsam mit dem Gemeinderat und der Verwaltung wolle sie die anstehenden Aufgaben angehen und Vorhaben voranbringen.
Ihr Ziel beschreibt sie als den Wunsch, Tiefenbronn auch künftig als Gemeinde zu erhalten, in der sich Menschen aller Generationen wohlfühlen. Wie sie ihre Vorstellungen im Einzelnen umsetzen möchte, will Jessica Bertsch in den kommenden Wochen näher erläutern.
Frühzeitig Klarheit über ihre Entscheidung
Dass sie ihre Kandidatur bereits jetzt öffentlich bekannt gibt, begründet Jessica Bertsch mit den Fragen, die sie in den vergangenen Tagen zu einer möglichen Bewerbung erreicht hätten. Deshalb sei es ihr wichtig gewesen, frühzeitig und offen über ihre Entscheidung zu informieren.
Als parteiunabhängige Kandidatin möchte sie nun den Austausch mit den Menschen vor Ort suchen. Besonders freue sie sich darauf, mit den Bürgern in Tiefenbronn, Mühlhausen und Lehningen ins Gespräch zu kommen. Ihre Vorstellungen für die Zukunft der Gemeinde will sie dabei nach und nach konkretisieren.
Mit der Ankündigung ihrer Bewerbung macht Jessica Bertsch deutlich, dass sie sich eine berufliche Zukunft an der Spitze der Gemeindeverwaltung vorstellen kann. Die Kämmerin verbindet ihre Kandidatur mit ihrer bisherigen Arbeit, ihrer Verbundenheit zu den drei Ortsteilen und dem Anspruch, die weitere Entwicklung Tiefenbronns gemeinsam mit den Menschen vor Ort zu gestalten.
< Siehe auch: Tiefenbronn wählt am 31. Januar einen neuen Bürgermeister oder Bürgermeisterin – infopress24.de >
