
Symbolfoto: infopress24.de
BÖBLINGEN, 31.05.2026 (pol/ffbb) – Ein schwerer Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen hat in der Nacht zum Sonntag die Tierheimkreuzung an der Anschlussstelle zur B464 in Böblingen stundenlang lahmgelegt. Sieben Menschen wurden verletzt, drei davon schwer. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall gegen 23.10 Uhr an der Kreuzung zwischen der K1077 und der Schickardstraße. Die dortige Ampelanlage war außer Betrieb und zeigte lediglich gelbes Blinklicht, sodass die Vorfahrt durch Verkehrszeichen geregelt wurde.
Ein 29-jähriger Fahrer eines Mercedes-Benz war auf der K1077 von Böblingen in Richtung Ehningen unterwegs und fuhr bevorrechtigt in den Kreuzungsbereich ein. Gleichzeitig näherte sich eine 25-jährige Opel-Fahrerin mit drei Mitfahrerinnen aus der Schickardstraße kommend der Auffahrt zur B464. Nach bisherigen Ermittlungen missachtete sie die Vorfahrt des Mercedes, woraufhin beide Fahrzeuge zusammenstießen.
Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich der Opel und blieb auf dem Dach liegen. Eine Person war in dem Fahrzeug eingeschlossen und musste von der Feuerwehr mit technischem Gerät befreit werden. Noch während der Rettungsmaßnahmen näherte sich eine 19-jährige Seat-Fahrerin mit ihrer 31-jährigen Beifahrerin der Unfallstelle, erkannte die verunglückten Fahrzeuge zu spät und fuhr auf diese auf.
Schwere Verletzungen erlitten die Opel-Fahrerin, eine Mitfahrerin im Opel sowie die 31-jährige Beifahrerin im Seat. Die übrigen vier Beteiligten wurden leicht verletzt. Alle Verletzten wurden vom Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht. Zur Versorgung der Verletzten war auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz.
Die Feuerwehr Böblingen unterstützte die Rettungsarbeiten, stellte den Brandschutz sicher und setzte eine Drohne mit Wärmebildkamera ein, um das Umfeld der Unfallstelle nach weiteren möglichen Verletzten abzusuchen. Im Einsatz waren mehrere Lösch- und Führungsfahrzeuge sowie ein Wechselladerfahrzeug mit Spezialausrüstung für Verkehrsunfälle.
Alle drei Fahrzeuge wurden so schwer beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 30.000 Euro geschätzt. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs ordnete die Staatsanwaltschaft die Erstellung eines Gutachtens an. Die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen, sich zu melden.
Während der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten musste die Kreuzung zeitweise vollständig gesperrt werden. Erst gegen 4.50 Uhr konnte die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden.
