
Kulturbürgermeister Tobias Volle (Mitte) mit den Akteurinnen der Pforzheimer Museumsnacht.
Foto: Stadt Pforzheim; Foto: Emma Teuscher
PFORZHEIM, 12.10.2026 (pm) – Unter dem Motto „Miteinander“ lädt die Pforzheimer Museumsnacht am Samstag, 17. Oktober, dazu ein, die Museen und Kultureinrichtungen der Stadt aus unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken. Von 17 bis 22 Uhr öffnen die beteiligten Häuser ihre Türen. Der Eintritt zu den Dauer- und Sonderausstellungen sowie zum gesamten Begleitprogramm ist frei. Im Anschluss findet ab 22 Uhr die gemeinsame Museumsnacht-Party im Reuchlinhaus statt.
Im Mittelpunkt der diesjährigen Museumsnacht steht die Begegnung. Die beteiligten Einrichtungen wollen nicht nur mit einem abwechslungsreichen Sonderprogramm Besucherinnen und Besucher ansprechen, sondern auch die Verbindung zwischen den einzelnen Häusern stärker in den Vordergrund rücken. Bürgermeister Tobias Volle hebt dabei die Bedeutung von Orten hervor, an denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen können. Die Museumsnacht verbinde dafür Anlass, Ort und Gelegenheit.
Neue Treffpunkte in den Museen
Eine Neuerung sind spezielle Treffpunkte in allen teilnehmenden Einrichtungen. Sie sollen als offene Orte der Begegnung dienen und den Besucherinnen und Besuchern ermöglichen, unkompliziert Anschluss zu finden, gemeinsam weiterzugehen oder sich über die Eindrücke der Museumsnacht auszutauschen. Die Treffpunkte sind ausdrücklich nicht als geführte Gruppen gedacht. Die jeweiligen Zeiten sind dem Programmheft zu entnehmen.
Auch bei der Programmgestaltung gibt es eine neue Orientierungshilfe. Die einzelnen Angebote sind verschiedenen Themenbereichen wie „Kulinarik“, „Musik und Klang“ oder „Kinder und Familien“ zugeordnet. Damit können Besucher eigene Schwerpunkte setzen und ihren Abend gezielt über mehrere Museen und Einrichtungen hinweg gestalten.
Eine besondere Atmosphäre schaffen zudem Lichtinszenierungen im Stadtmuseum, im Archäologischen Museum und in der Pforzheim Galerie. Die Häuser werden dadurch während der Museumsnacht aus einer ungewohnten Perspektive erlebbar.
„Tauschgarten“ bringt Pflanzen und Menschen zusammen
Bereits in der Woche vor der Museumsnacht lädt die Mitmach-Performance „Tauschgarten“ von The Artpole zur Beteiligung ein. Im Polka-Raum in der Dillsteinerstraße 16 wird eine Pflanzen-Monokultur Schritt für Schritt in eine vielfältige Installation verwandelt. Besucherinnen und Besucher können dafür eine eigene Topfpflanze mitbringen und gegen eine Pflanze mit personalisiertem Topf aus der Installation tauschen.
Der „Tauschgarten“ ist von Dienstag, 13. Oktober, bis Samstag, 17. Oktober, geöffnet. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag von 16 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 10 bis 12 Uhr. Während der Museumsnacht wird die Installation anschließend im Reuchlinhaus präsentiert. Die Aktion greift damit das Thema des gemeinsamen Wachsens auf und verbindet Pflanzen, Teilhabe und kulturelle Vielfalt.
Von römischem Leben bis zeitgenössischer Kunst
Die beteiligten Einrichtungen bieten ein breites Spektrum an Veranstaltungen. Im Bäuerlichen Museum stehen Mitmachaktionen zur traditionellen Lebensmittelherstellung, Musik und kleine Kostproben der Bäuerlichen Küche auf dem Programm.
Das Stadtmuseum verbindet Führungen mit einer musikalischen Zeitreise des Südwestdeutschen Kammerorchesters und Handwerksstationen. In der Martinskirche ist zudem die Installation „source“ von Firat Yildiz zu sehen.
Im Archäologischen Museum erwartet die Gäste unter anderem eine szenische Kostümführung. Hinzu kommen ein Mosaik-Workshop, Einblicke in das römische Leben mit Dr. Kraut sowie ein römisches Buffet mit Fabian Früh.
In der Galerie Brötzinger Art wird die Ausstellung „4 x Göhringer“ gezeigt. Für musikalische Akzente sorgt ein Gitarrenkonzert von Gleb Simak von der Musikschule.
Das Museum Johannes Reuchlin bietet eine Führung und ein Audioguide-Erlebnis rund um den Humanisten Johannes Reuchlin.
In der Pforzheim Galerie ist die Ausstellung „ORTSZEIT 2026“ zu sehen. Beim Gesprächsformat „come together“ können Besucherinnen und Besucher in offener Atmosphäre bei Snacks und Verpflegung mit den Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch kommen.
Im Schmuckmuseum und Kunstverein im Reuchlinhaus stehen eine Ausstellungseröffnung und Interventionen, eine partizipative Performance sowie eine Preview aus „Alice im Wunderland“ des Tanztheaters Pforzheim auf dem Programm. Ergänzt wird das Angebot durch Mitmachaktionen mit Schmucki der Perlsau. Ab 21 Uhr beginnt dort das Abendprogramm mit der Abschlussparty.
Das Technische Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie setzt historische Maschinen in Betrieb und bietet Workshops sowie eine Familien- und eine Architekturführung im Kollmar- und Jourdan-Gebäude an.
Im DDR Museum findet die Finissage der Wechselausstellung „Die Partei hat immer Recht – Die SED im Alltag der DDR“ statt. Dazu kommen Führungen und ein Gesprächsangebot mit Getränken.
Im A.K.T. ist die interdisziplinäre Ausstellung „Active Vocabulary“ von Yulia Lokshina zu sehen. Ergänzend sind Interventionen der Künstlerin und von Gästen vorgesehen.
Damit verbindet die Museumsnacht 2026 Ausstellungen, Musik, Geschichte, Mitmachangebote und persönliche Begegnungen. Nach dem offiziellen Programm in den Häusern kann der Abend bei der gemeinsamen Party im Reuchlinhaus fortgesetzt werden.
Das vollständige Programm und weitere Informationen sind unter www.pforzheim.de/museumsnacht abrufbar.
