One Billion Rising Aktion am 14. Februar im Enzkreis

bei Georg Kost

Aufruf zum Stillen Protest

Aufruf zum Stillen Protest am 14. Februar. Foto: Elisabeth Vogt

ENZKREIS, 13.02.2022 (enz) –  Am 14. Februar ist Valentinstag – aber auch „One Billion Rising“-Tag. One Billion Rising (kurz: OBR; Englisch für „Eine Milliarde erhebt sich“) ist eine weltweite Kampagne, die sich für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für Gleichstellung einsetzt. Im Enzkreis haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder Frauen zu diesem Aktionstag solidarisiert und ein gemeinsames Zeichen gegen Diskriminierung und Frauenfeindlichkeit gesetzt. Üblicherweise finden an diesem Tag in über 160 Ländern Protestmärsche und Demonstrationen statt.

Auch in diesem Jahr engagieren sich Frauen aus dem Enzkreis rund um diesen Protesttag – darunter die Grünen-Kreisvorständin Friederike Keitel, Niefern-Öschelbronns Bürgermeisterin Birgit Förster, Kreisrätin Elisabeth Vogt und die Gleichstellungsbeauftragte des Enzkreises, Kinga Golomb. Gemeinsam rufen sie zum sogenannten „Stillen Protest“ am Montag, 14. Februar, auf. „Mit feuerfarbenen, also zum Beispiel orangenen, pinken oder roten Laken oder Schildern, mit oder ohne Schriftzug, die in oder aus den Fenstern hängen, wollen wir den ganzen Tag symbolisch auf die Situation von Frauen und Kindern hinweisen, die weltweit und auch hier bei uns unter häuslicher, sexualisierter und psychischer Gewalt leiden“, erklärt Friederike Keitel.

Birgit Förster setzt in Niefern-Öschelbronn ein Zeichen mit pinken Stoff-Tüchern an den Rathaus-Fenstern. Außerdem ruft sie ihre Mitarbeitenden im Rathaus auf, sich solidarisch zu zeigen und am Aktionstag Kleidung oder Accessoires in den typischen One-Billion-Rising-Farben zu tragen. Doch nicht nur die öffentlichen Stellen, sondern auch alle Bewohnerinnen und Bewohner des Enzkreises sind dazu aufgerufen, mitzumachen beziehungsweise das eigene Umfeld darauf aufmerksam zu machen. „Machen Sie mit bei der Aktion gegen Gewalt an Frauen. Es ist wichtig, dass wir uns mit betroffenen Frauen solidarisieren“, ergänzt Kreisrätin Elisabeth Vogt. Das findet auch die Gleichstellungsbeauftragte Kinga Golomb: „Von Gewalt betroffene Frauen müssen erfahren, dass sie nicht allein sind. Sie bekommen Hilfe in unseren Fach- und Beratungsstellen.“

Neben den symbolischen Fahnen und Aktionsplakaten gehört auch der „One Billion Rising“-Tanz zur Protestbewegung. Dieser Tanz ist Ausdruck für die Freiheit, die jede Frau auf dieser Welt verdient hat. Die Tanzgruppe La Boom vom Turnverein Ispringen lädt alle dazu ein, am Montag mit dem Tanz ein Zeichen für die Freiheit aller Frauen und Mädchen zu setzen. Wer mitmachen will, kann am Montag ab 10 Uhr ein Erklärvideo der Tanzgruppe auf deren Facebook- und Instagram-Kanal anschauen, in dem ein Teil der Choreografie gezeigt wird.

Ab 12 Uhr gibt es dann die Möglichkeit, das eigene Tanzvideo via Facebook oder Instagram an die Tanzgruppe (#tanzgruppe_la_boom) zu senden, sodass es gepostet werden kann. „So wollen wir zeigen, wie viele Menschen sich für den Schutz vor Gewalt einsetzen“, so Kinga Golomb abschließend.