Mit Schockanruf Bargeld und Schmuck erbeutet

bei Georg Kost

Tödlichen Verkehrsunfall vorgetäuscht

Symbolfoto Quelle: www.polizei-beratung.de

PFORZHEIM, 24.02.2022 (pol) – Betrügern ist es am Mittwochnachmittag in Pforzheim gelungen, durch einen am Telefon geschilderten vorgetäuschten Unglücksfall, an Bargeld und Schmuck einer Frau zu gelangen.

Die Geschädigte wurde zwischen 14 und 16 Uhr zunächst von einer angeblichen Polizistin angerufen, wobei gegenüber der Frau vorgetäuscht wurde, eine nahe Verwandte habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Zur Abwendung der drohenden Untersuchungshaft der Verwandten sei die Bezahlung einer Kaution erforderlich. In dem Telefonat sprach die Geschädigte auch mit einem Mann, der sich als Staatsanwalt ausgab und nun einen Kurier schicke, welcher Bargeld und Schmuck bei der Geschädigten abholt, damit die vermeintliche Kaution bezahlt werden könne. Dem Kurier übergab die Frau schließlich Geld und Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro. Die zuständige Kriminalinspektion für Betrug in Calw hat die Ermittlungen übernommen.

Hierzu gibt die Polizei folgende Hinweise:

   -	Die Polizei holt keine Wertgegenstände oder Bargeld ab!
   -	Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen!
   -	Rufen Sie den Angehörigen, um den es sich in dem Telefonat 
handeln soll, unter der Ihnen bekannten Nummer an.
   -	Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und 
finanziellen Verhältnisse.
   -	Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
   -	In Deutschland gibt es die von den Betrügern geschilderte 
Verfahrensweise "gegen Kaution auf freien Fuß" nicht! Von Personen, 
gegen die ein Straf- oder Bußgeldverfahren eingeleitet wurde, kann 
durch die Polizei eine Sicherheitsleistung erhoben werden, wenn diese
Personen in Deutschland keinen festen Wohnsitz haben.