
Unter dem Giebel brach ein Feuer aus. Foto: Feuerwehr Schömberg
SCHÖMBERG-OBERLENGENHARDT, 23. 04.2026 – Ein Brand an der Fassade eines Bürogebäudes hat am Mittwochabend in Oberlengenhardt einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Dank des raschen und koordinierten Handelns der Einsatzkräfte konnte eine Ausweitung des Feuers jedoch verhindert werden.
Aus bislang ungeklärter Ursache entwickelte sich am 22. April gegen Abend unter dem Giebel eines Schreinereigebäudes ein Brand.
Zufällig im benachbarten Feuerwehrmagazin anwesende Kräfte bemerkten die Rauchentwicklung frühzeitig und lösten um 19:05 Uhr Alarm aus.
Einsatzleiter Rainer Zillinger hob die Bedeutung dieses schnellen Eingreifens hervor: Das beherzte Handeln der Feuerwehr habe einen möglichen Großbrand verhindert. Personen kamen bei dem Einsatz nicht zu Schaden. Bereits auf der Anfahrt habe sich eine kritische Lage abgezeichnet, berichtete Zillinger. Rauch drang zu diesem Zeitpunkt schon durch die Dachziegel nach außen, was ihn zur Nachalarmierung der Drohnengruppe aus Bieselsberg veranlasste.

Hinter der Fassade hatte das Feuer sich den Weg gebahnt. Foto KFV Calw Stocker
Parallel zu den Löschmaßnahmen – unter anderem über eine Drehleiter – ordnete Zillinger die Trennung des Gebäudes vom Stromnetz sowie die Entfernung elektrischer Geräte im Inneren an. Das Feuer hatte sich hinter der Fassadenverschalung ausgebreitet. Dort verbaute Holzweichfaserplatten reagierten in Kombination mit dem Löschwasser so, dass eine weitere Brandausbreitung gebremst wurde.
Der Einsatz moderner Technik trug zusätzlich zur Lageeinschätzung bei. Mithilfe einer Drohne konnten die Einsatzkräfte das Dach gezielt überprüfen. Da keine erhöhten Temperaturen oder Flammenbewegungen festgestellt wurden, war ein aufwendiges Abdecken des Daches nicht erforderlich. Vor Ort verfolgten unter anderem Kreisbrandmeister Bernd Meyer, sein Stellvertreter Tido Lüdtke sowie Schömbergs Bürgermeister Matthias Stepan die Lageentwicklung anhand der Livebilder.
Durch das strukturierte Vorgehen der Feuerwehr konnte der Sachschaden auf etwa 20.000 Euro begrenzt werden. Im Gebäudeinneren entstand kein Wasserschaden.
Nach rund zwei Stunden war der Einsatz beendet, wobei die Feuerwehrabteilung Oberlengenhardt im Anschluss eine Brandwache stellte. Insgesamt waren 50 Feuerwehrkräfte mit sieben Fahrzeugen im Einsatz. Der DRK-Ortsverein Schömberg-Liebenzell unterstützte mit zwei Fahrzeugen und fünf Einsatzkräften, die Polizei war mit vier Beamten und zwei Streifenwagen vor Ort. Während der Löscharbeiten blieb die Ortsdurchfahrt Oberlengenhardt vorübergehend gesperrt.
