FDP-Landtagsabgeordnete Schweikert kontert

"Nicht immer die gleichen falschen Argumente wiederholen, sondern neue Erkenntnisse einbeziehen"

bei Georg Kost

Streit um den geplanten Abzug von Christoph 41 aus Leonberg

Rettungshubschrauber DRF

Christoph 41 im Einsatz nach Motorradunfall in Neuhausen. Archivfoto © infopress24.de

STUTTGART/LEONBERG, 03.07.2022 (pm) – Der FDP-Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Erik Schweickert kontert die Kritik der Grünen-Abgeordneten Stefanie Seemann und wirft ihr vor, neue Erkenntnisse aus der Anhörung zur Petition in Leonberg zu ignorieren. „Die Kritik der Experten an der geplanten Reform und dem Gutachten der Uni-Klinik München war mehr als deutlich. Wer dann behauptet, die Gegenwehr für den geplanten Abzug von Christoph 41 sei ‚kurzsichtig und völlig unverständlich‘ wirft den Befürwortern der Petition indirekt vor, kein Interesse an einer bestmöglichen Luftrettungsversorgung in ganz Baden-Württemberg zu haben“, so Schweickert. Statt die immer gleichen Argumente der grün-schwarzen Landesregierung unreflektiert wiederzugeben, solle Seemann sich lieber ernsthaft mit den Expertenmeinungen auseinandersetzen und daraus ihre Schlüsse ziehen. „Es braucht eine Überarbeitung des mittlerweile vier Jahre alten Gutachtens. Seitdem haben sich die Rahmenbedingungen in der Luftrettung teilweise völlig verändert. Die seit diesem Jahr geltende Voralarmierungszeit ist da nur ein Beispiel. Zudem wächst die Bedeutung der Luftrettung angesichts einer sich wandelnden Kliniklandschaft immer weiter“, macht der Liberale deshalb noch einmal deutlich. Schließlich könne die Grüne auch nicht erklären, wieso die Schaffung eines weiteren zusätzlichen Luftrettungsstandorts im Raum Tübingen/Reutlingen nicht zu einer bestmöglichen Versorgung beitrage. Nichts Anderes sage sie nämlich, wenn sie entsprechende Vorschläge ablehne, gleichzeitig aber immer wieder die bestmögliche Luftrettungsversorgung zum Maßstab nehme. Die Erfahrung zeige, dass ein vorhandener Luftrettungshubschrauber auch angefordert und genutzt werde. Über mangelnde Einsatzzahlen müsse man sich bei einem weiteren Standort also keine Gedanken machen, so Schweickert schließlich.