Erpressung nach Internetkontakt

bei Georg Kost

Polizei warnt vor dem Versenden intimer Fotos

Symbolfoto © infopress24.de

CALW, 24.11.2022 (pol) – Ein Mann aus dem Kreis Calw ist am Mittwoch nach dem Versenden von intimem Videomaterial von einer bislang unbekannten Person erpresst worden. Der Geschädigte wurde über die Plattform „Snapchat“ von einer vermeintlichen Frau kontaktiert, welche ihm ein pornografisches Foto sendete. Im Gegenzug forderte die Unbekannte von dem Geschädigten ein Video von sich selbst mit gleichartigem Inhalt.
Dieser Aufforderung kam er nach, woraufhin die Gesprächspartnerin Aufnahmen von dem Video fertigte. Anschließend drohte sie dem Mann damit, diese Aufnahmen an seine Bekannten zu versenden, wenn er ihr nicht einen gewissen Geldbetrag überweisen würde. Der Geschädigte ging auf die Forderung ein, wobei er nur einen Teil der verlangten Summe bezahlte. Zu einer tatsächlichen Weiterleitung der Fotos an die Bekannten des Geschädigten kam es bisher offenbar nicht.

So schützen Sie sich vor „sexueller Erpressung“:
– Nehmen Sie keine Freundschaftsanfragen von fremden Personen an.
– Stimmen Sie keinen Entblößungen oder intimen Handlungen in Videochats zu, wenn Sie die Person erst seit kurzem kennen.

– Prüfen Sie regelmäßig Ihre Account- und Privatsphäreeinstellungen.
– Seien Sie zurückhaltend mit der Veröffentlichung persönlicher Daten wie Anschrift, Geburtsdatum oder Arbeitgeber.

– Stimmen Sie nicht vorschnell einem Videochat zu.
– Im Zweifel: kleben Sie die Chatkamera zunächst ab, um lediglich verbal zu kommunizieren und das Geschehen zu
beobachten.

– Halten Sie Betriebs- sowie Virenschutzsysteme auf Ihren online-genutzten Endgeräten wie Smartphone, Laptop,
Tablet oder Computer immer auf dem aktuellen Stand, um sich vor Schadsoftware, sogenannter Malware, zu
schützen. Es gibt Malware, die Ihre Webcam problemlos aktiviert und Sie damit jederzeit filmen kann.