
Die Auszählung der Stimmen in Wurmberg erfolgt direkt in den Wahllokalen. Symbolfoto: infopress24.de
WURMBERG, 17.01.2026 (rsr) – Am morgigen Sonntag entscheidet sich in Wurmberg die Zukunft an der Verwaltungsspitze. Bei der Bürgermeisterwahl steht den Wahlberechtigten lediglich ein Name auf dem Stimmzettel. Dennoch richtet sich der Blick auf zentrale kommunalpolitische Fragen und die Wahlbeteiligung.
Mit Jörg-Michael Teply bewirbt sich der amtierende Bürgermeister um eine dritte Amtszeit. Der parteilose Verwaltungschef steht seit 16 Jahren an der Spitze der Gemeinde und ist seit 2010 im Amt. Gegenkandidatinnen oder Gegenkandidaten haben sich dieses Mal nicht zur Wahl gestellt. Unabhängig von der fehlenden Konkurrenz hatte Teply seinen politischen Kurs rund um den Jahreswechsel klar umrissen und zentrale Herausforderungen der kommenden Jahre benannt.
Wahllokale und Ablauf
Für die Stimmabgabe stehen am Sonntag zwei Wahllokale zur Verfügung: In Wurmberg öffnet der Sitzungssaal des Rathauses, in Neubärental der Gemeinderaum im Untergeschoss des Kindergartens. Beide Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Zusätzlich ist ein Briefwahllokal eingerichtet. Die Auszählung der Stimmen erfolgt direkt in den Wahllokalen. Die öffentliche Bekanntgabe des Wahlergebnisses ist anschließend in der Turn- und Festhalle Wurmberg vorgesehen.
Wahlberechtigte und Beteiligung
Insgesamt sind in Wurmberg 2.448 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. Beobachter rechnen angesichts der fehlenden Auswahlmöglichkeit mit einer eher niedrigen Wahlbeteiligung. Erfahrungen aus vergleichbaren Wahlen zeigen, dass Ein-Personen-Wahlen häufig weniger Mobilisierungskraft entfalten.
Rückblick auf frühere Wahlen
Bei der Bürgermeisterwahl im Frühjahr 2018 trat neben Teply auch die parteilose Friedhild Miller an. Damals entfielen 97,53 Prozent der Stimmen auf den Amtsinhaber, während Miller 1,98 Prozent erreichte. Teply wurde damit deutlich im Amt bestätigt. Die aktuelle Wahl knüpft an diese Kontinuität an, verzichtet jedoch erstmals seit Jahren auf eine personelle Alternative.
Bedeutung der Wahl
Auch ohne Konkurrenz bleibt die Bürgermeisterwahl ein formaler und politischer Prüfstein. Sie gibt Aufschluss über die Unterstützung des Amtsinhabers in der Bürgerschaft und setzt ein Signal für die kommenden Jahre kommunaler Entwicklung. Wie deutlich dieses Votum ausfällt, wird sich am Sonntagabend zeigen.
