Bürgermeisterwahl in Rutesheim: Stichwahl am 22. Februar

bei Georg Kost

Die Nachfolge um Bürgermeisterin Susanne Widmaier in Rutesheim wird vertagt. Foto privat

RUTESHEIM, 08.02.2026 (rsr) – Die Bürgermeisterwahl in Rutesheim hat im ersten Wahlgang keine Entscheidung gebracht. Keiner der drei Bewerber erreichte die nach dem Kommunalwahlrecht erforderliche absolute Mehrheit der gültigen Stimmen. Damit kommt es am Sonntag, 22. Februar 2026, zu einer Stichwahl zwischen Tobias Pokrop und Bettina Beck.
An der Bürgermeisterwahl beteiligten sich insgesamt 4.975 Bürgerinnen und Bürger. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,3 Prozent. Wahlberechtigt waren 8.534 Einwohnerinnen und Einwohner. Für die Durchführung der Wahl war das Stadtgebiet von Rutesheim in sieben Wahlbezirke eingeteilt.

Die meisten Stimmen entfielen auf Tobias Pokrop aus Riederich (Landkreis Reutlingen). Der seit 2013 amtierende Bürgermeister und Diplom-Verwaltungswirt (FH) erhielt 2.429 Stimmen, was einem Anteil von 49,0 Prozent entspricht. Die absolute Mehrheit verfehlte er damit nur knapp.
Auf dem zweiten Platz folgt Bettina Beck aus Böblingen. Die Finanzdezernentin und Diplom-Verwaltungswirtin (FH) kam auf 1.526 Stimmen und erreichte einen Stimmenanteil von 30,8 Prozent.
Der dritte Kandidat, Alexander Fischer aus Stuttgart, Diplom-Betriebswirt (FH), erhielt 985 Stimmen beziehungsweise 19,9 Prozent der abgegebenen Stimmen und scheidet damit aus dem weiteren Wahlverfahren aus.

Mit der Wahl wird die Nachfolge der amtierenden Bürgermeisterin Susanne Widmaier geregelt. Sie hatte das Amt im Jahr 2018 übernommen und war damals bei einer Wahlbeteiligung von 70,8 Prozent gewählt worden. Aus gesundheitlichen Gründen tritt Widmaier nicht für eine zweite Amtszeit an.

Der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin der Stadt Rutesheim wird in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl für eine Amtszeit von acht Jahren direkt gewählt. Da im ersten Wahlgang jetzt keine Kandidatin und kein Kandidat mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen auf sich vereinen konnte, entscheidet nun die Stichwahl zwischen den beiden stimmenstärksten Bewerbern über die künftige Spitze der Stadtverwaltung.