
Am bunten Treiben der Straßenfasnet in Neuhausen und Tiefenbronn wird nicht gerüttelt. Archivfoto. infopress24.de
TIEFENBRONN/NEUHAUSEN, 02.04.2026 (rsr) – Wer am 1. April den Artikel „Straßenfasnet im Biet vor neuen Wegen“ gelesen hat, dürfte sich zunächst verwundert die Augen gerieben haben. Gemeinsame Konzepte, wechselnde Umzüge, abgestimmte Termine zwischen Tiefenbronn und Neuhausen – für manche klang das nach organisatorischem Fortschritt, für andere nach kultureller Revolution und für wieder andere vermutlich nach dem sicheren Untergang der abendländischen Straßenfasnet. Die Auflösung folgt nun: Ja, es war ein Aprilscherz. Und was für einer – zwischen Begeisterung, Schnappatmung und WhatsApp-Diskussionen.
Zwischen Zustimmung, Skepsis und klaren Meinungen
Die Reaktionen auf den Artikel waren so unterschiedlich, wie man es sich närrischer kaum hätte ausdenken können. Noch bevor viele überhaupt auf das Datum geschaut hatten, liefen bereits Diskussionen – vor allem natürlich in den „wichtigsten Entscheidungszentren des Biets“.
Einige fanden die Idee überraschend gut. Endlich beide Umzüge anschauen können, keine Terminüberschneidungen mehr, mehr Zuschauer überall – für manche klang das plötzlich gar nicht so verrückt. Andere wiederum waren sich sicher, dass so etwas im Biet niemals funktionieren würde: zu viel Tradition, zu viel Eigenständigkeit, zu viel „des war scho immer so“.
Und dann gab es noch die Fraktion, die relativ schnell zu einem klaren Urteil kam: „Was für a saudumme Idee.“ Auch das gehört zur Fasnet – klare Meinungen, lautstark vorgetragen. Und das alles wegen eines Artikels vom 1. April. Allein das zeigt eigentlich schon, wie emotional das Thema Fasnet im Biet ist.
Mit einem Augenzwinkern könnte man sagen: Der Aprilscherz hat vermutlich mehr fasnetspolitische Diskussionen ausgelöst als manche Hauptversammlung.
Ein bisschen Spaß muss sein – auch im Biet
Am Ende war es natürlich genau das, was ein Aprilscherz sein soll: ein bisschen Verwirrung, ein bisschen Diskussion, ein bisschen Aufregung – und hoffentlich auch ein bisschen Lachen, spätestens am 2. April.
Und vielleicht hatte die ganze Geschichte ja doch einen kleinen Nebeneffekt. Vielleicht hat sie den einen oder anderen dazu gebracht, einmal kurz über den eigenen Umzugsrand hinauszuschauen und sich zu fragen, ob wirklich immer alles genau so bleiben muss, wie es gerade ist – oder ob Fasnet nicht schon immer auch davon gelebt hat, dass sich Dinge verändern, neue Ideen entstehen und man gemeinsam Spaß hat.
Denn am Ende geht es bei der Fasnet im Biet nicht um Termine, Zuständigkeiten oder Prinzipien. Es geht um Gemeinschaft, um Gaudi, um Freundschaften, um Musik, um Umzüge und darum, dass einmal im Jahr alles ein bisschen närrischer sein darf als sonst.
Und wenn ein Aprilscherz es schafft, dass ein ganzes Biet diskutiert, lacht, sich aufregt und am Ende wieder gemeinsam Fasnet feiert, dann war er vielleicht gar nicht so schlecht. Oder, um es närrisch zu sagen: Hau Hu und Hibbele Hoi.
