Viel Anerkennung für die Arbeit des Jobcenters

bei Georg Kost

Die Staatssekretärinnen Leonie Gebers (r.) und Katja Mast (l.) mit (v.l.n.r) Jobcenter-Leiter Hartmut Schölch, Sozialdezernentin Katja Kreeb, Christian Fuchs (Jobcenter) und Landrat Bastian Rosenau. Foto LRA Enzkreis, Jürgen Hörstmann

ENZKREIS, 18.05.2026 (enz) –  „Die Komplexität der Rechtsmaterie hat enorm zugenommen.“ Ein Satz, den Hartmut Schölch, Leiter des Enzkreis-Jobcenters, mehrfach wiederholte. Adressatinnen der Botschaft waren die beiden Staatssekretärinnen aus dem Ministerium für Arbeit und Soziales, Leonie Gebers und Katja Mast. Mast vertritt den Enzkreis als SPD-Bundestagsabgeordnete und ist parlamentarische Staatssekretärin. Gebers ist seit mehreren Jahren ihr beamtetes Pendant und damit ranghöchste Beamtin im Ministerium.

Sowohl Landrat Bastian Rosenau als auch Mast hoben die „sehr gute Zusammenarbeit“ und den „stets offenen Austausch“ in den zurückliegenden Jahren hervor. „Was die Mitarbeitenden hier im Enzkreis täglich leisten, gibt mir Rückenwind für unsere Arbeitsmarktpolitik. Dieser Praxisaustausch ist für mich die Voraussetzung für gute Politik“, so Katja Mast. Auch Gebers betonte: „Mir ist es wichtig, mit den Kolleginnen und Kollegen zu sprechen, denn ich bin mir bewusst, was sie Tag für Tag leisten“, Bei der Begrüßung durch Rosenau und Sozialdezernentin Katja Kreeb enthüllte sie zahlreiche familiäre Verbindungen in den Enzkreis; getauft wurde sie beispielsweise in Niebelsbach.

Im Verlauf des zweistündigen Besuchs entwickelte sich schnell ein offenes Gespräch, bei dem mit Lob, aber auch mit Kritik nicht gespart wurde. „Die Grundsicherung für Arbeitsuchende haben wir umgestaltet. Damit geben wir den Jobcentern mehr Möglichkeiten bei der Unterstützung von Leistungsbeziehern“, sagte Leonie Gebers. Hartmut Schölch pflichtete dem bei und lobte den Wegfall verschiedener Regelungen oder die Möglichkeit, bewährte Maßnahmen wie das Projekt „Reha Pro“ weiterführen zu können. Anderes klinge zwar nach Vereinfachung, werde aber durch zahlreiche Ausnahmen deutlich komplizierter als zuvor. „Das kommt mit in die Umsetzung der Vorschläge aus der Kommission zur Sozialstaats-Reform“, versprach Katja Mast.

Arbeitsvermittlung nah am Menschen
Große Anerkennung sprach Leonie Gebers für die Arbeit im Jobcenter aus: „Ich bin beeindruckt von dem Engagement vor Ort.“ Dem schlosss sich ihre Kollegin Katja Mast an: „Das kommunale Jobcenter Enzkreis zeigt eindrucksvoll, wie Arbeitsvermittlung nah am Menschen gelingt. Die Mitarbeitenden leisten hervorragende Arbeit. Dank ihres Engagements ist die Zahl der Vermittlungen in Arbeit in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.“
„Die Jobcenter sind krisenerprobt“, sagte Katja Kreeb. Seit der Gründung habe man die Flüchtlingswelle 2015 ebenso bewältigt wie Corona oder die Folgen des Ukrainekriegs. „Schnell und flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren, ist hier fast schon Alltag.“ Auch das, so Schölch, sei einer der vielen Vorteile, wenn das Jobcenter beim Landkreis angesiedelt sei. „Auch nach 14 Jahren bin ich ein absoluter Fan dieses Modells.“