Trockenheit setzt Gewässern im Kreis Calw zu

Landratsamt ruft zum Wassersparen auf

bei Georg Kost

Die Nagold. Archiivfoto: infopress24.de

KREIS CALW, 30.06.2026 (pm/rsr) – Die anhaltende Trockenheit macht sich im Landkreis Calw immer deutlicher bemerkbar. Flüsse und Bäche führen inzwischen so wenig Wasser, dass das Landratsamt die Bevölkerung zu einem besonders verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser aufruft. Nach Angaben der Behörde haben die Pegel bereits jetzt ein bedenklich niedriges Niveau erreicht – mit spürbaren Folgen für Tiere und Pflanzen.

Vor allem in kleineren Gewässern geraten die Ökosysteme zunehmend unter Druck. Sinkende Wasserstände und gleichzeitig steigende Wassertemperaturen setzen Fischen, Kleinstlebewesen und Wasserpflanzen erheblich zu. Jeder zusätzliche Wasserentzug könne die Situation weiter verschärfen und Lebensräume dauerhaft schädigen, warnt das Landratsamt. Auch das Betreten von Bächen und Flüssen belaste die empfindlichen Gewässer zusätzlich.

Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht. Die vereinzelten Regenschauer der vergangenen Tage hätten kaum Wirkung gezeigt, da das Wasser auf den ausgetrockneten Böden größtenteils versickere. Auch in den kommenden Wochen rechnen die Wetterprognosen nur mit geringen Niederschlägen.

Das Landratsamt appelliert deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, Wasser möglichst sparsam zu verwenden und auf Entnahmen aus oberirdischen Gewässern weitgehend zu verzichten. Wasser aus Flüssen, Bächen, Gräben, Seen und Teichen darf lediglich in kleinen Mengen und ausschließlich mit Handgefäßen wie Eimern oder Gießkannen entnommen werden. Entnahmen für die Land- und Forstwirtschaft sowie den Gartenbau sind nur in geringem Umfang zulässig.

Grundsätzlich verboten ist das Abpumpen von Wasser aus Bächen ohne behördliche Genehmigung. Selbst dort, wo eine Erlaubnis vorliegt, bittet die Behörde um größtmögliche Zurückhaltung. Ebenfalls unzulässig sind das Aufstauen von Gewässern oder andere Eingriffe, die der Wasserentnahme dienen.

Besonders kritisch bewertet das Landratsamt auch die Nutzung von Brunnen. Um die Wasserreserven in der anhaltenden Trockenperiode zu schonen, sollten Wasserentnahmen – insbesondere aus Brunnen und oberirdischen Gewässern – auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt werden.