SV Neuhausen überlässt FC Hamberg Spielrecht

bei Georg Kost

"Wir wollen sauber aus der Geschichte gehen"

Das Ende der Spielgemeinschaft Neuhausen/Hamberg sorgt bei der Hauptversammlung des SV Neuhausen für Gesprächsstoff zum Spielrecht. Foto infopress24.de

Neuhausen, 08.04.2017 (rsr) –  Den Weg für weitere Zukunftsplanungen beim 1. FC Hamberg und dem SV Neuhausen machten jetzt die Mitglieder bei der Hauptversammlung des SV Neuhausen frei.
Bekanntlich haben im Januar beide Vereine die Aufkündigung der Spielgemeinschaft Neuhausen/Hamberg bekannt gegeben, um in der Spielzeit 2017/18 wieder als eigenständige Clubs an den Start zu gehen.
Beide Mannschaften sind auf den SV Neuhausen angemeldet, weshalb beim SV Neuhausen letztendlich die Entscheidung liegt. So hat der SV Neuhausen das Spielrecht für die Kreisklasse A als auch für die zweite Mannschaft in der Kreisklasse B Pforzheim. Der 1.FC Hamberg müsste in der C-Kreisklasse an den Start gehen.

Nach halbstündiger Diskussion und einem Mitgliederentscheid von 26 Ja, vier Nein und fünf Enthaltungen, tritt der SV Neuhausen das Spielrecht der B2  Mannschaft an den FC Hamberg ab.
Diese bedeutet, dass der FC Hamberg aus heutiger Sicht in der B Kreisklasse antreten kann.
Für den SV Neuhausen, der für die Saison 2017/18 einen Perspektivkader ins Rennen schicken will, bedeutet dies allerdings, dass man mit dieser Mannschaft in der C- Kreisliga an den Start geht.
Am Ende der Diskussionen siegte schließlich die Vernunft, wenngleich nicht alle Vereinsmitglieder des SVN mit diesem Beschluss glücklich sind.
Vorstand Harry Auer vom FC Hamberg, appellierte während der Diskussionsrunde an den SV Neuhausen „Das Abtreten des Spielrechtes ist eine Sache des Anstandes“, um abschließend ein weiterhin gutes Verhältnis zum SV Neuhausen zuzusichern.
Und seitens des stellvertretenden Fußball-Kreisvorsitzender Thomas Distel wurde die gemeinsame Jugendarbeit der Vereine aus Neuhausen, Hamberg und Schellbronn ins Feld geführt.
Ziel der SG Neuhausen/Hamberg soll es sein, mit beiden Mannschaften den Klassenerhalt zu schaffen fordert Jugendleiter Hans Ossner, der darüber hinaus die Zukunft für den Fußballsport nur über die Jugendarbeit sieht. Ossner: „Ein Verein kann nur existieren, wenn die Basis stimmt. “ Für 2018 kündigte Hans Ossner allerdings altersbedingt seinen Rückzug aus dem Fußballgeschäft an.

220 Mitglieder zählt der SV Neuhausen zum Jahreswechsel und steht nach dem Aus der Spielgemeinschaft laut Vorstand Jockel Haupt vor einem Neuanfang. 30 Spieler seien für die neue Saison in der Planung. An den Start gehen will man mit zwei Teams. Trainer bleibt Frank Baier.

Um den Spielbetrieb, der von Schatzmeister Ingo Wegener auf rund 10000 Euro pro Saison errechnet wird, zu gewährleisten, gilt es aktiv auf Sponsorensuche zu gehen.
Gesucht wird zudem ein Trainingsplatz. Hier hat man das Sportgelände beim TSV Hausen ins Auge gefasst.

Eine angestrebte Kooperation mit dem FC Portus ist beim SV Neuhausen ebenfalls im Gespräch, was im Rahmen der Mitgliederversammlung allerdings, so kurz nach der Trennung mit dem 1.FC Hamberg, dann doch einige Vereinsmitglieder überraschte.

Ganz ausschließen will man eine gemeinsame Zusammenarbeit der Fußballvereine im Biet jedoch nicht. Die Zeit hierfür sei einfach noch nicht gekommen, war im Anschluss der Versammlung am Donnerstag noch zu hören. Auch war sich ein Versammlungsteilnehmer sicher, dass ein Zusammenschluss aller Verein im Biet nur auf einem neutralen Platz vollzogen werden kann.