
Symbolfoto: infopress24.de
AUS DER REGION, 09.04.2016 (pol) – Mit steigenden Temperaturen und mehr Sonnenschein beginnt für viele Menschen wieder die Fahrradsaison. Neben der Verkehrssicherheit des Rades spielt auch der Schutz vor Diebstahl eine zentrale Rolle. Darauf weist die Polizei hin und betont, dass bereits einfache Maßnahmen helfen können, Fahrräder wirksam zu sichern.
Besonders im Fokus von Dieben stehen hochwertige Fahrräder mit Elektroantrieb. Doch auch herkömmliche Räder werden regelmäßig entwendet. Die Polizei empfiehlt daher, abgestellte Fahrräder grundsätzlich mit geeigneten Schlössern zu sichern und sie individuell zu kennzeichnen.
Für einen effektiven Schutz sollten massive Bügel-, Stahlketten- oder Panzerkabelschlösser in geprüfter Qualität verwendet werden. Wichtig ist, dass das Fahrrad an einem festen Gegenstand wie einem Fahrradständer angeschlossen wird. Das bloße Blockieren von Vorder- oder Hinterrad reicht nicht aus, da Fahrräder sonst leicht weggetragen oder verladen werden können. Dies gilt insbesondere für Elektroräder (Pedelecs, E-Bikes). Hier sollten zusätzlich Akku und weiteres Zubehör gesichert werden, da werkseitige Schlösser meist keinen ausreichenden Schutz bieten. Auch in Kellern oder Garagen ist eine entsprechende Sicherung ratsam.

Diebstahlschutz. Symbolfoto: infopress24.de
Ergänzend kann ein versteckter GPS-Tracker am Fahrrad angebracht werden. Dieser sendet einen Alarm an das Mobiltelefon, sobald das abgestellte Rad bewegt wird, und übermittelt fortlaufend den Standort.
Fahrräder individuell kennzeichnen
Damit ein aufgefundenes Fahrrad seinem rechtmäßigen Eigentümer eindeutig zugeordnet werden kann, ist eine individuelle Kennzeichnung entscheidend. Dies kann über eine Rahmennummer oder eine andere eindeutige Markierung erfolgen. Bei vielen in Deutschland verkauften Fahrrädern ist eine Rahmennummer bereits vorhanden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das Fahrrad codieren zu lassen. Anhand dieser Codierung kann die Polizei die Anschrift des Eigentümers ermitteln. Informationen zu entsprechenden Angeboten erhalten Interessierte im Fachhandel.
Fahrraddaten im Fahrradpass dokumentieren
Die Polizei rät zudem, alle wichtigen Informationen zum Fahrrad in einem Fahrradpass festzuhalten. Dazu zählen unter anderem Codier- oder Rahmennummer, Rahmengröße, Hersteller, Modell, Radtyp, ein Foto sowie ein Eigentumsnachweis. Diese Angaben erleichtern es, gestohlene Fahrräder ihren Besitzern wieder zuzuordnen. Viele Händler stellen einen solchen Fahrradpass aus – es empfiehlt sich, bereits beim Kauf danach zu fragen.
Weitere Hinweise zum Schutz vor Fahrraddiebstahl, zum Verhalten im Schadensfall sowie einen Fahrradpass zum Ausfüllen bietet das Faltblatt „Räder richtig sichern“ der Polizei. Es ist in jeder (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstelle kostenlos erhältlich oder kann hier heruntergeladen werden: www.polizei-beratung.de/medienangebot/detail/25-raeder-richtig-sichern
