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STUTTGART, 16.05.2026 (pm) – Der Primärenergieverbrauch in Baden-Württemberg war im Jahr 2024 von einem weiteren Rückgang gekennzeichnet und betrug nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes 1.104 Petajoule. Dies bedeutet ein Minus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit dauert der Rückgang an, der bereits im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 etwas über 12 Prozent betrug. Der geringere Einsatz von fossilen Energieträgern wie Steinkohle und Mineralölen sowie der Ausstieg aus der Kernenergie haben zu dieser Entwicklung beigetragen.
Mit einem Anteil von gut 40 Prozent blieben die Mineralöle jedoch weiterhin wichtigste Energieträger des Landes. Gegenüber dem Vorjahr sank der Mineralölverbrauch um knapp zwei Prozent auf 444 Petajoule. Erdgas war im Südwesten der zweitwichtigste Energieträger und machte rund 22 Prozent des Primärenergieverbrauchs aus. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Erdgasverbrauch um zwei Prozent auf 242 Petajoule.
Ebenso wie in den vorherigen Jahren standen die erneuerbaren Energieträger 2024 mit einem Beitrag von gut 20 Prozent an dritter Position im baden-württembergischen Primärenergieträgermix.
Mit einem Rückgang von weniger als ein Prozent gegenüber dem Vorjahr betrug der Primärenergieverbrauch regenerativer Energien im Jahr 2024 insgesamt 225 Petajoule. Den größten Beitrag hatte mit 145 Petajoule die Biomasse, darunter beispielweise Biogas, Brennholz, biogene Abfälle oder Biotreibstoffe. Dies entspricht einem Anteil von gut 13 Prozent des gesamten Primärenergieverbrauchs.
Aufgrund des weiteren Rückgangs bei der Stromerzeugung (−8,3 Prozent) stiegen die Nettostrombezüge aus anderen Bundesländern und dem Ausland gegenüber dem Vorjahr um gut neun Prozent an und betrugen somit 99 Petajoule. Der Anteil der Nettostrombezüge am baden-württembergischen Primärenergieträgermix lag im Jahr 2024 bei neun Prozent.
