Pforzheims Partnerstadt Gernika entdecken

Schüler der Fritz-Erler-Schule erleben baskische Kultur, lernen die Geschichte der Stadt kennen und knüpfen neue Freundschaften

bei Georg Kost

Schüleraustausch Gernika. Foto: Evelyn Wolf

PFORZHEIM/GERNIKA, 31.10.2026  (stp) – Wie lebt es sich im Baskenland? Welche Traditionen prägen die Region und was verbindet Jugendliche aus Deutschland und Spanien? Zwölf Schülerinnen und Schüler der Fritz-Erler-Schule Pforzheim gingen diesen Fragen bei einem Besuch in Gernika nach. Gemeinsam mit zwei Lehrkräften reisten sie in Pforzheims spanische Partnerstadt, wo sie ihre Austauschpartner vom Instituto trafen und eine Woche lang den Alltag und die Kultur des Baskenlandes kennenlernten.

Ein Ausflug nach Bilbao gehörte ebenso zum Programm wie der Besuch des bekannten Guggenheim-Museums und der Universität. Dabei erhielten die Jugendlichen Einblicke in das kulturelle und akademische Leben der Region. Besonders intensiv erlebten sie das Baskenland am Wochenende, das sie in ihren Gastfamilien verbrachten. So konnten sie die örtlichen Lebensgewohnheiten aus nächster Nähe kennenlernen.

Auch über die Stadtgrenzen hinaus gab es viel zu entdecken. Einige Jugendliche besuchten ein Stadtfest in Durango und konnten dort die Vielfalt der Kostüme bestaunen. Andere nutzten die Gelegenheit, den französischen Teil des Baskenlandes zu erkunden.

Neben Kultur und Alltagsleben spielte auch die Geschichte Gernikas eine wichtige Rolle. Die Jugendlichen erfuhren mehr über die Vergangenheit der Stadt und über den Gedanken, der dem Schüleraustausch zugrunde liegt: die Bewahrung des Friedens. Damit erhielt die Begegnung über das persönliche Kennenlernen hinaus eine besondere Bedeutung.

Zum Abschluss führte ein Ausflug in die Fischerstadt Bermeo die Gruppe noch einmal an die baskische Küste. Anschließend traten die Schülerinnen und Schüler die Rückreise nach Deutschland an.

Die Eindrücke der gemeinsamen Woche wirkten nach. Die Jugendlichen schätzten vor allem die Möglichkeit, ihre Austauschpartner besser kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen. Für einige war der Aufenthalt sogar ein Anstoß, über die eigene Zukunft nachzudenken: Sie konnten sich vorstellen, später einmal in Bilbao zu studieren.