Neues Netzwerk für Gleichstellung in der Region

bei Georg Kost

Die Gleichstellungsbeauftragten des Enzkreises und der Stadt Pforzheim, Kinga Golomb (links) und Lea Niewerth, möchten ein neues Gleichstellungsnetzwerk für die Region aufbauen. Foto: enz

PFORZHEIM/ENZKREIS, 17.03.2026 (enz) –  Wie kann Gleichstellungsarbeit wirksam gestaltet werden? Wie lassen sich Kräfte in einem neuen, starken Netzwerk bündeln? Diese Fragen sollen im Mittelpunkt einer Zukunftswerkstatt stehen, die am Samstag, 25. April, von 10 bis 15 Uhr im „Zentrum für Präzisionstechnik“ in der Tiefenbronner Straße 59 in Pforzheim Interessierte mit den verschiedensten Kompetenzen, Erfahrungen und Perspektiven in Sachen Gleichstellung zusammenbringen möchte.

„Wir erhoffen uns eine völlig neue Form der Vernetzung und Zusammenarbeit von in der Gleichstellung engagierten Menschen aus der Region“, betonen die Gleichstellungsbeauftragten des Enzkreises und der Stadt Pforzheim, Kinga Golomb und Lea Niewerth, die die Veranstaltung initiiert haben. „Wir stellen uns das neue Netzwerk als ein verbindendes Dach vor, unter dem ehrenamtliches und hauptamtliches Engagement zusammenkommen und gemeinsame Ziele verfolgt werden. Wie genau das in der Praxis aussehen kann – da lassen wir uns gern inspirieren.“
„Um den Herausforderungen des Jahres 2026 gerecht zu werden, müssen wir Gleichstellung breiter denken. Das erfordert Strukturen, die so vielfältig sind wie unsere Stadtgesellschaft“, so Golomb. „Wir möchten eine Plattform schaffen, die Haupt- und Ehrenamt unter einem inklusiven Dach bündelt und Synergien nutzt. Diesen Weg wollen wir nicht vorgeben, sondern gemeinsam gestalten – wir sind gespannt auf die Ideen aller Beteiligten“, ergänzt Niewerth.

Laut den beiden Expertinnen gibt es in der Region bereits ein breites Spektrum engagierter Menschen, die sich für Gleichstellung und Vielfalt einsetzen. Häufig geschehe dies jedoch in voneinander getrennten Strukturen: „Mit dem neuen Netzwerk soll der Sprung vom Nebeneinander vieler Einzelinitiativen hin zu einem starken, gemeinsamen Netzwerk gelingen. Wir bündeln Kompetenzen, vernetzen Wissen und schaffen so eine hörbare, kraftvolle Stimme für Gleichstellung in der Region.“ Ziel der Gleichstellungsarbeit sei es beispielsweise, strukturelle Verflechtungen von Ungleichheit sichtbar zu machen, Diskriminierung – insbesondere aufgrund von Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung – abzubauen und faire Lebensbedingungen für alle Geschlechter zu fördern.

Die Veranstaltung am 25. April ist laut Golomb und Niewerth als Auftakt eines mehrstufigen Entwicklungsprozesses gedacht und der erste von insgesamt drei Terminen.
Beim zweiten Termin am 8. Oktober 2026 sollen die künftige Struktur des Netzwerks sowie die Rollen und Arbeitsweisen im Mittelpunkt stehen. Der abschließende Termin im Januar 2027 dient dazu, auf die bisherige Entwicklung zurückzublicken und in die operative Arbeit des Netzwerks einzusteigen.

Die beiden Gleichstellungsbeauftragten freuen sich über alle Personen, die mitmachen möchten – und zwar unabhängig davon, ob nur einer oder mehrere Termine wahrgenommen werden können. Wer zu den Veranstaltungen Kinder mitbringen möchte, kann dies übrigens gerne tun; für sie wird im Raum eine Spielecke eingerichtet sein. Auch für die Verpflegung aller Teilnehmenden ist gesorgt. Personen, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind, können die Veranstalterinnen gern vorab per Mail an gleichstellung@pforzheim.de oder unter Telefon 07231 39-1297 kontaktieren. Die Anfahrt zum Zentrum für Präzisionstechnik ist mit dem Bus (Linie 5) sowie mit dem PKW gut möglich. Kostenlose Parkmöglichkeiten bestehen auf dem Parkplatz Nord.
Wer Interesse hat, bei der Zukunftswerkstatt mitzumachen, sollte sich bis zum 17. April online unter eveeno.com/NetzwerkGleichstellung2026 anmelden. (enz)

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