Künstlerisches Werk von Hans Howad erlebt Renaissance

Michael Schwarzer und Daniel Monteserrato setzten sich für den Erhalt ein  

bei Georg Kost

Wandgemälde am Feuerwehrhaus Neuhausen nach 46 Jahren restauriert

Mehrere Tage Freizeit und die künstlerische Ader von Marco Hietscholt waren gefordert umd das Gemä.  Foto Feuerwehr

NEUHAUSEN, 17.10.2021 (rsr) – Das Wandgemälde an der Außenfassade am Feuerwehrhaus in Neuhausen, mit dem alten Ortskern als Motiv, eingerahmt von den Wappen der vier Ortsteile und Sankt Florian, erstrahlt seit einigen Tagen wieder in voller Farbenpracht.
Bei diesem großflächigen Gemälde handelt es sich um das Werk des 2018 verstorbenen Hans Howad, das 1975 entstanden ist.
Nach einer grundlegenden Restaurierung im September, ist es wieder zum Blickfang am Ortseingang der Biet-Gemeinde geworden.

Was für ein Unterschied – sattes Grün auf dem Hügel der Sankt Wendelinus Kapelle zwischen Steinegg und Neuhausen, darunter eingebettet das Dorf Neuhausen, genauso, wie es Hans Howad 1975 zur Einweihung des Feuerwehrhauses gemalt hatte.

Das Werkund mit den beteiligten. Foto infopress24.de

Dass dieses Kunstwerk, nach 46 Jahren mehr und mehr zu verblassen drohte, jetzt seine Renaissance erleben durfte, ist Michael Schwarzer und Daniel Monteserrato von der Feuerwehr Neuhausen zu verdanken. Beide haben sich für den Erhalt es Wandbildes stark gemacht.
Nach dem Christine Gülden, Tochter von Hans Howad, ihr Einverständnis in Sachen Urheberrecht gegeben hatte, machte sich Marco Hietscholt an die Arbeit, das Gemälde wieder aufzufrischen. Ein Unterfangen, das mehrere Tage Freizeit und die künstlerische Ader von Hietscholt forderte. Unterstützung erführt Marco Hietscholt durch das Malergeschäft Edgar Erhard in Hamberg, dass die erforderlichen Farben samt einem Gerüst zur Verfügung stellte.

Eine kleine Anerkennung gab es bei der „Vernissage“ für Lars Erhard, Marco Hietscholt und Christine Gülden, von den Initiatoren Daniel Monteserrato und Michael Schwarzer. (v.l.n.r) Foto Infopress24.de

Bei der offiziellen Übergabe dieser Tage äußerte sich Christine Gülden von der Restaurierung beeindruckt, zumal sie schon damit gerechnet hatte, dass das Bild ihres Vaters irgendwann ganz verschwindet, nachdem Umwelteinflüsse über Jahrzehnte die Farben verblassen ließen. Umso größer war die Freude als sich jetzt alle Beteiligten trafen, um die Erinnerung an Hans Howad hochzuhalten.

 

 

Zur Person:
Hans Howad (* 1922 in Bunzlau/Schlesien; † 2018) war Kunstmaler in Neuhausen-Steinegg, wo er lebte.
1945 kam er als Heimatvertriebener nach Süddeutschland, absolvierte dort seine Meisterprüfung und eröffnete später ein Malergeschäft, das er bis 1992 führte. Danach widmete er sich nur noch freien künstlerischen Arbeiten in seinem Atelier in Steinegg.
Als Mitglied der Künstlergilde Buslat schuf er hauptsächlich Landschaftsgemälde.