
Mario Weisbrich, auf unserem Bild mit seiner Familie, wurde am Sonntag mit 93,4 Prozent der Stimmen in seine dritte Amtszeit gewählt. Foto: Georg Kost
WIMSHEIM, 22.03.2026 (rsr) – Die Bürgermeisterwahl in Wimsheim hat ein eindeutiges Ergebnis gebracht und zugleich eine kommunalpolitische Richtungsentscheidung bestätigt. Amtsinhaber Mario Weisbrich wurde am Sonntag mit 93,4 Prozent der Stimmen in seine dritte Amtszeit gewählt. Auch ohne Gegenkandidaten hatte die Wahl politische Aussagekraft, da sie von vielen als Abstimmung über den bisherigen Kurs der Gemeindepolitik verstanden wurde. Weisbrich wird die Gemeinde damit weitere acht Jahre führen. Das Wahlergebnis wurde am Abend um 18.45 Uhr im alten Schulhaus bekannt gegeben. Der Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses, Hans Lauser, verkündete das Resultat gemeinsam mit Landrat Bastian Rosenau. Zahlreiche Amtskollegen aus den umliegenden Kommunen sowie Mitglieder des Kreistags waren bei der Bekanntgabe anwesend. Die ersten Glückwünsche galten dem wiedergewählten Bürgermeister sowie seiner Familie. Insgesamt waren 2236 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. Gewählt werden konnte in zwei Wahllokalen sowie per Briefwahl. 805 Wimsheimerinnen und Wimsheimer machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. 712 Stimmen (88,4 Prozent) waren gültig, 93 Stimmzettel (11,6 Prozent) ungültig. Auf 47 Stimmzetteln, was 6,6 Prozent entspricht, waren andere Namen eingetragen.
Mario Weisbrich steht seit 2010 an der Spitze der Gemeindeverwaltung. Bereits bei seiner Wiederwahl im Jahr 2018 hatte er eine deutliche Mehrheit erhalten. Das aktuelle Wahlergebnis kann daher als klare Bestätigung seiner bisherigen Arbeit und der kommunalpolitischen Entwicklung der vergangenen Jahre gewertet werden.



In dieser Zeit wurden in Wimsheim zahlreiche Projekte umgesetzt. Dazu zählen die Entwicklung neuer Wohn- und Gewerbeflächen, die Ansiedlung von Unternehmen sowie der Ausbau der Kinderbetreuung. Ein derzeit besonders sichtbares Projekt ist der Bau eines Pflegeheims, für das vor Kurzem der Grundstein gelegt wurde. Diese Maßnahmen stehen beispielhaft für die Schwerpunkte der vergangenen Amtsperioden, die vor allem auf Wachstum, Infrastruktur und soziale Einrichtungen ausgerichtet waren.
Mit Beginn der neuen Amtszeit stehen jedoch zugleich finanzielle und strukturelle Herausforderungen an. Die Rahmenbedingungen für Kommunen werden schwieriger, unter anderem durch steigende Kosten, wachsende Aufgaben und begrenzte finanzielle Spielräume. Der Fokus der Gemeindepolitik soll deshalb verstärkt auf den Kernaufgaben der Kommune liegen. Dazu gehören insbesondere der Erhalt und die Unterhaltung der Infrastruktur sowie die Sicherung und Weiterentwicklung der bestehenden Einrichtungen.



Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt bleibt die interkommunale Zusammenarbeit. Als kleinere Gemeinde im Enzkreis arbeitet Wimsheim bereits in mehreren Bereichen mit Nachbarkommunen zusammen, um Aufgaben gemeinsam zu bewältigen und Ressourcen effizienter zu nutzen. Aktuell betrifft dies insbesondere die Sicherstellung der Wasserversorgung, die gemeinsam mit umliegenden Gemeinden und den Stadtwerken organisiert wird, um die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten. Diese Zusammenarbeit soll perspektivisch auch auf weitere kommunale Aufgabenfelder ausgeweitet werden.
Mit dem deutlichen Wahlergebnis im Rücken startet Mario Weisbrich damit in seine dritte Amtszeit, die weniger von großen Einzelprojekten als vielmehr von Konsolidierung, Sicherung der Infrastruktur und interkommunaler Zusammenarbeit geprägt sein dürfte.
