High-Tech, Herzblut und der „WOW-Effekt“

Landrat auf Firmenbesuch in Wimsheim

bei Georg Kost

Besuch des Landrates bei der Wimsheimer Firma ASP. Foto: LRA Enzkreis

WIMSHEM/ENZKREIS, 13.0.3.2026 (enz) – Landrat Bastian Rosenau und Bürgermeister Mario Weisbrich besuchten dieser Tage zwei Unternehmen in Wimsheim, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch eines gemeinsam haben: Sie sind fest in der Region verwurzelt und absolute Profis in ihrer Nische.
Enzkreis Landrat Rosenau zieht positiv Fazit:  „Ob die hochpräzise Robotik von Stähle oder die kreativen Sonderbauten von ASP Tech – solche Unternehmen sind das Rückgrat unseres Kreises.

Stähle GmbH: Wenn der Roboter das Steuer übernimmt
Den ersten Stopp legten die beiden kommunalen Vertreter, die von Enzkreis-Wirtschaftsförderer Jochen Enke, Herbert Wackenhut von der Cluster-Initiative Hochform und Silvia Storzer vom Jobcenter begleitet wurden, bei der Stähle GmbH ein: „Wer denkt, Autopiloten seien eine Erfindung der Neuzeit, wurde hier eines Besseren belehrt.“ Denn bereits seit 1985 entwickelt das Familienunternehmen in Kooperation mit BMW und der Fraunhofer-Gesellschaft Autopiloten sowie hochpräzise Roboterlösungen für die Fahrzeugerprobung und hat sich hier als weltweit führender Spezialist etabliert.

Landrat Bastian Rosenau (rechts) und Wimsheims Bürgermeister Mario Weisbrich (Mitte) erhalten von Geschäftsführer Dieter Stähle Einblicke in die Fahrrobotik. Foto: LRA Enzkreis, Jochen Enke

Überall dort, wo Autos auf Herz und Nieren geprüft werden – etwa auf Teststrecken in den USA, in China oder Südkorea – sorgen die Systeme aus Wimsheim für absolut reproduzierbare Ergebnisse ohne menschliches Fehlerrisiko. „Unsere Kunden nennen uns ‚Switzerland‘, weil wir neutral für alle Anwender entwickeln“, erklärten die Geschäftsführer Dieter und Klaus Stähle.

Besonders beeindruckt zeigte sich der Landrat auch von der Langlebigkeit der Produkte und von den zahlreichen Kooperationen, die das 30-köpfige Team des Unternehmens pflegt. So wird beispielsweise der Nachwuchs gemeinsam mit dem Netzwerk BANG Nordschwarzwald – einem seit 2017 bestehenden Zusammenschluss metallverarbeitender Betriebe aus der Region – ausgebildet. Zudem unterhält Stähle viele bewusst geknüpfte Kontakte zu Lieferanten aus der Region.

 ASP Tech: „We build the WOW“
Nur ein paar Straßen weiter erwartete Rosenau und Weisbrich dann eine ganz andere Welt: die ASP Tech GmbH & Co. KG, die erst im September 2025 nach Wimsheim gezogen ist und sich dem „WOW-Effekt“ verschrieben hat. Ob mobile Escape Rooms für Recruiting-Trucks, Showbühnen für das Legoland, spektakuläre Markeninszenierungen oder hochspezialisierte Einsatzleitwagen für den Bevölkerungsschutz – Gründer und Geschäftsführer Sascha Fölster und sein Team bauen für ihre bundesweite Kundschaft alles, was technisch komplex, einzigartig und optisch beeindruckend ist.

Das Unternehmen verbindet dabei klassisches Handwerk mit modernster Ingenieurskunst, um individuelle Kundenwünsche in greifbare Technik zu verwandeln. Mit einer enormen Fertigungstiefe von Metallbau über 3D-Druck bis zur Elektrotechnik realisiert ASP Tech rund 200 Projekte im Jahr – „mein Beruf ist mein Hobby“, strahlte Fölster, als er den Besuchern die neuesten Werke seiner Firma vorstellte.

„Als sich das Unternehmen hier in Wimsheim ansiedeln wollte, haben wir zusammen mit dem Team des Landratsamtes umgehend eine Besichtigung durchgeführt“, wie Bürgermeister Weisbrich berichtet. „ASP führt ja viele Tätigkeiten, auch im Kleinen, selbst durch, und da war es nötig, dass wir verstehen, wie der Betrieb arbeitet, damit wir die Vorschriften aus der Verwaltung mit der Vielfältigkeit des Unternehmens in Einklang bringen können. Und das ist uns letztlich auch gelungen.“

Wirtschaftsförderung als Brückenbauer
Auch das Fazit von Landrat Rosenau fiel sehr positiv aus: „Ob die hochpräzise Robotik von Stähle oder die kreativen Sonderbauten von ASP Tech – solche Unternehmen sind das Rückgrat unseres Kreises. Das Ziel unserer Wirtschaftsförderung ist es, genau diesen Machern den Rücken freizuhalten und sie mit den richtigen Partnern, etwa über unser Hochform-Netzwerk oder die Hochschule Pforzheim, zusammenzubringen.“

In den Wimsheimer Unternehmen war laut Rosenau jedenfalls eine enorme Innovationskraft zu spüren: „Und der Fokus für uns als Verwaltung lag natürlich auf der Frage: Wie können wir Firmen generell bei der Transformation und Fachkräftesicherung unterstützen?“
In der Vergangenheit schien hier jedenfalls schon einiges ganz gut gelaufen zu sein, denn sowohl die Chefs der Stähle GmbH als auch von ASP Tech lobten die Gemeinde- wie die Kreisverwaltung für das pragmatische Vorgehen bei der Ansiedlung beziehungsweise Erweiterung in Wimsheim.

 

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