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PFORZHEIM, 02.11.2026 (rsr) – Nach der schweren Gewalttat im Pforzheimer Stadtteil Mäurach sitzt ein 43-jähriger Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Eine Haftrichterin am Amtsgericht Karlsruhe erließ am Sonntag Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Der Mann war bereits kurz nach der Tat am Samstag vorläufig festgenommen worden. Nach einem zweiten Tatverdächtigen, dessen Identität inzwischen ebenfalls feststeht, wird weiterhin gefahndet.
Wie bereits am Samstag berichtet, hatte ein mutmaßliches Raubdelikt in einem Wohnhaus im Stadtteil Mäurach einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Kurz vor 13 Uhr alarmierte ein Zeuge die Polizei und meldete einen verletzten Mann, der sich vor einem Wohnhaus befand. Als die Einsatzkräfte eintrafen, entdeckten sie im Gebäude eine weitere schwer verletzte Person, eine Frau. Bei den beiden Geschädigten handelt es sich nach Angaben der Ermittlungsbehörden um ein Ehepaar.
Beide Opfer erlitten schwere Verletzungen und mussten medizinisch versorgt werden. Der Mann wurde mit einem Rettungswagen, die Frau mit einem Rettungshubschrauber in Krankenhäuser gebracht. Zur näheren Untersuchung des Verletzungsbildes wurde die Rechtsmedizin Heidelberg hinzugezogen. Wie die Verletzungen entstanden sind, ist bislang nicht abschließend geklärt und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Fahndung nach den mutmaßlichen Tätern führte die Polizei noch am Samstag in ein Waldgebiet bei Niefern. Dort war etwa eine Stunde nach Bekanntwerden der Tat ein brennendes Auto entdeckt worden. In der Nähe des Fundortes nahmen Polizeikräfte den 43-jährigen Mann vorläufig fest. Bei ihm handelt es sich um einen deutschen Staatsangehörigen. Zudem stellten die Beamten mutmaßliches Raubgut sicher.
Wie sich inzwischen herausstellte, war das ausgebrannte Fahrzeug am frühen Samstagmorgen im Pforzheimer Stadtteil Eutingen gestohlen worden. An dem Wagen befanden sich außerdem Kennzeichen, die ebenfalls in Eutingen entwendet worden waren. Die Ermittlungen sollen unter anderem klären, welche Rolle das Fahrzeug bei der Tat in Mäurach spielte.
Am Sonntagmittag wurde der Festgenommene der zuständigen Haftrichterin am Amtsgericht Karlsruhe vorgeführt. Sie erließ Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Als Haftgründe wurden Fluchtgefahr und die Schwere der Tat angeführt. Der Haftbefehl wurde unmittelbar in Vollzug gesetzt. Der 43-Jährige befindet sich damit in Untersuchungshaft.
Während der Festgenommene nun in Haft sitzt, ist der zweite Tatverdächtige weiterhin auf der Flucht. Seine Identität konnte zwischenzeitlich ermittelt werden. Die Fahndungsmaßnahmen nach ihm dauern an.
Die Kriminalpolizei ermittelt unter Federführung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe, Zweigstelle Pforzheim. Im Mittelpunkt stehen die Rekonstruktion des genauen Tatgeschehens, die Hintergründe des mutmaßlichen Raubdelikts und die Suche nach dem noch flüchtigen Tatverdächtigen.
