Gemeinsam für mehr Herzsicherheit

Spendenlauf in Tiefenbronn wird zum starken Gemeinschaftserlebnis

bei Georg Kost

Die Initiatorin des Spendenlaufes, Simone Steiner (mit Spendenherz)  konnte eine Spendensumme von 1.200 Euro an Bürgermeister Frank Spottek (links daneben). Foto: Georg Kost

TIEFENBRONN, 20.04.2026 (rsr) –  Bewegung, Begegnung und ein gemeinsames Ziel: Der Spendenlauf in Tiefenbronn hat am vergangenen Sonntag eindrucksvoll gezeigt, wie viel eine engagierte Gemeinschaft erreichen kann. Zugunsten der Anschaffung weiterer Defibrillatoren wurde nicht nur gelaufen, sondern auch ein klares Signal für Zusammenhalt und gelebte Verantwortung gesetzt.
Im Mittelpunkt stand dabei vor allem eines: der Spaß an der gemeinsamen Aktion. Knapp über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – darunter mehr Frauen als Männer – machten sich auf den rund zwölf Kilometer langen Rundkurs. Die Strecke hatte es durchaus in sich: Von Tiefenbronn führte sie in Richtung Mühlhausen auf die Rittern, hinunter ins Würmtal, wo die Würm auf etwa 100 Metern sogar zu Fuß durchquert wurde, und schließlich über einen anspruchsvollen Anstieg zurück zum Forcheneck nach Tiefenbronn.

Trotz sportlicher Herausforderung, wie durch die eiskalte Würm war die Stimmung sehr gut. Foto: Georg Kost

Trotz der sportlichen Herausforderung blieb die Atmosphäre durchweg entspannt und herzlich. Immer wieder legten die Gruppen kurze Pausen ein, tauschten sich aus oder genossen die Landschaft.
Ein besonderer Moment wartete an der Würmtalhalle: Dort wurde bei einem gemeinsamen Zirkeltraining nicht nur der Puls, sondern auch die Stimmung noch einmal spürbar angekurbelt.

Der Startschuss fiel um 9:30 Uhr und gemeinsam erreichten die Läuferinnen und Läufer gegen 13:00 Uhr das Ziel am Parkplatz Forcheneck.
Dort wurden sie bereits von zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern empfangen, die für eine motivierende und zugleich familiäre Atmosphäre sorgten. Applaus, aufmunternde Worte und viele Gespräche prägten das Bild.

Auch abseits der Strecke war einiges geboten: Im Hasenhäusle konnten sich Besucherinnen und Besucher bei Kaffee und Kuchen stärken – gegen eine Spende, die ebenfalls dem guten Zweck zugutekam. So entwickelte sich der Lauf zu einem kleinen Dorffest, bei dem Sport und Begegnung nahtlos ineinander übergingen.

Die Gemeinde hatte im Vorfeld dazu aufgerufen, die Ausstattung mit automatisierten externen Defibrillatoren (AED) weiter auszubauen. Ziel ist es, in allen drei Ortsteilen eine möglichst flächendeckende Versorgung sicherzustellen, um im Ernstfall schnell helfen zu können. Erste Geräte wurden bereits angeschafft, ihre Installation wurde bereits veranlasst oder steht kurz bevor.

Dass dieses Anliegen auf offene Ohren stößt, zeigte die große Resonanz: Die Startplätze zum Spendenlauf waren frühzeitig vergeben.
Der gesamte Erlös des Tages fließt direkt in das Projekt und stärkt die medizinische Notfallversorgung vor Ort nachhaltig.
Ein sichtbares Ergebnis des Engagements wurde im Anschluss an den Lauf deutlich: Die Initiatorin des Spendenlauf, Simone Steiner konnte eine Spendensumme von 1.200 Euro an Bürgermeister Frank Spottek und die Gemeinde Tiefenbronn übergeben.

Spendenlauf in Tiefenbronn wird zum starken Gemeinschaftserlebnis. Foto: Georg Kost
Spendenlauf in Tiefenbronn wird zum starken Gemeinschaftserlebnis. Foto: Georg Kost
Spendenlauf in Tiefenbronn wird zum starken Gemeinschaftserlebnis. Foto: Georg Kost

Spottek nutzte die Gelegenheit, um allen Beteiligten seinen Dank auszusprechen – den Läuferinnen und Läufern, den Sponsoren sowie den vielen helfenden Händen im Hintergrund. Die Spende soll nicht nur in die Anschaffung weiterer Geräte fließen, sondern auch Schulungen ermöglichen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich künftig im Umgang mit einem Defibrillator einweisen lassen.
„Die große Unterstützung zeigt, wie wichtig den Menschen vor Ort das Thema Gesundheit und Sicherheit ist“, betonte der Bürgermeister.

Bei aller Freude über die neuen Geräte wurde zugleich ein wichtiger Punkt hervorgehoben: Ein Defibrillator ist ein entscheidendes Hilfsmittel – seine volle Wirkung entfaltet er jedoch erst im Zusammenspiel mit engagierten Ersthelferinnen und Ersthelfern.
Regelmäßige Erste-Hilfe-Kurse bleiben daher unverzichtbar. Sie vermitteln Sicherheit im Umgang mit Notfällen und können im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen. Ebenso wichtig ist die persönliche Vorsorge: Bewegung, eine bewusste Lebensweise und medizinische Vorsorgeuntersuchungen tragen dazu bei, Risiken frühzeitig zu erkennen.
Der Spendenlauf in Tiefenbronn war damit weit mehr als eine sportliche Veranstaltung. Er hat gezeigt, wie aus einer guten Idee ein gemeinsames Projekt wird, das Menschen verbindet und konkret etwas bewirkt.