Feuerwehr Neuhausen unterstützt bei Evakuierung in Pforzheim

bei Georg Kost

Symbolfoto: infopress24.de

PFORZHEIM/NEUHAUSEN, 19.05.2026 (rsr) – Ein gewaltiger Einsatz hat am Sonntag die Einsatzkräfte in der Region gefordert: Nach dem Fund einer rund 1,8 Tonnen schweren Fliegerbombe in der Pforzheimer Oststadt mussten Tausende Menschen ihre Wohnungen verlassen.
Insgesamt waren etwa 1.500 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdiensten, THW,  Polizei und weiteren Organisationen im Einsatz. Auch die Feuerwehr Neuhausen leistete dabei wichtige Überlandhilfe.

Die Abteilungen Schellbronn und Steinegg wurden kurzfristig zur Unterstützung nach Pforzheim alarmiert. Aufgrund des enormen Gefahrenpotenzials wurde ein großräumiger Evakuierungsbereich eingerichtet. Rund 27.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, darunter auch Bewohnerinnen und Bewohner aus sieben Pflegeeinrichtungen.

Mit zwei Mannschaftstransportwagen und zwölf Einsatzkräften unterstützte die Feuerwehr Neuhausen die umfangreichen Maßnahmen vor Ort. Der Schwerpunkt lag zunächst auf der Evakuierung des betroffenen Bereichs. Gemeinsam mit Einsatzkräften aus Ötisheim, Mühlacker, Keltern und Pforzheim kontrollierten die Feuerwehrangehörigen Straßenzüge und Gebäude, um sicherzustellen, dass sich keine Personen mehr innerhalb der Sicherheitszone befanden.

Besonders der Mannschaftstransportwagen der Abteilung Steinegg wurde gezielt für dringende Evakuierungsmaßnahmen eingesetzt. Ziel war es, den Gefahrenbereich vollständig zu räumen, bevor die Spezialisten mit der Entschärfung der Bombe beginnen konnten.

Nachdem die Fliegerbombe erfolgreich unschädlich gemacht worden war, unterstützten die Neuhausener Einsatzkräfte weiterhin verschiedene Einheiten bei der Rückführung evakuierter Menschen. Unter anderem halfen sie beim Transport von Bewohnerinnen und Bewohnern zurück in ein Pflegeheim.

Während des gesamten Einsatzes standen zusätzlich Kräfte der Abteilungen Hamberg und Steinegg im Gemeindegebiet Neuhausen in Bereitschaft, um bei Bedarf einen möglichen Schichtwechsel zu übernehmen oder weitere Aufgaben abzusichern. Ein zusätzlicher Einsatz dieser Kräfte war letztlich jedoch nicht mehr erforderlich.

Der Einsatz in Pforzheim zählt zu den größten Evakuierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre in der Region und zeigte eindrucksvoll die enge Zusammenarbeit der Feuerwehren und Hilfsorganisationen über Gemeindegrenzen hinweg.