Drei Tage im Zeichen der Freundschaft zwischen Frasne und Tiefenbronn

bei Georg Kost

Besuch auf dem Bauernhof Stähle wo neben dem, Pferdestall auch der Kuhstall und das Hühnermobil besichtigt wurde. Foto: Georg Kost

TIEFENBRONN, 21.09.2026 (rsr) – Drei Tage lang wurde in Tiefenbronn deutsch-französische Freundschaft gelebt. Rund 30 Gäste aus Frasne waren zur zehnten Begegnung der beiden Gemeinden angereist und wohnten bei Gastfamilien. Auf dem Programm standen Ausflüge, Besichtigungen, Musik, gemeinsames Essen und vor allem viel Zeit für Begegnungen. Und wenn es sprachlich einmal hakte, halfen Hände und Füße weiter. Viel häufiger aber wurde einfach geredet, gelacht und gemeinsam etwas erlebt.

Der Auftakt im Bürgerhaus in Lehningen war geprägt von Wiedersehensfreude. Gastgeber, einige Gemeinderäte und weitere Bürger empfingen die französischen Gäste, musikalisch begleitet vom Saxophonensemble des Musikvereins Mühlhausen.

Bürgermeister Frank Spottek musste krankheitsbedingt passen. Sein Stellvertreter Jan-Hendrik Siart erinnerte in seiner Begrüßung daran, dass die Partnerschaft 2016 mit dem ersten gemeinsamen Treffen begonnen hatte. Inzwischen sind daraus zehn Begegnungen, zahlreiche persönliche Kontakte und Freundschaften entstanden. Dass beim Jubiläum mehrere Generationen zusammenkamen, sei ein wichtiger Teil dieser gewachsenen Verbindung.

Das Saxophonensemble vom Musikverein Mühlhausen eröffnet musikalisch die Jumelage im Bürgerhaus Lehningen. Foto: Georg Kost

Auch aus Frasne wurden herzliche Grüße übermittelt. Der dortige Bürgermeister konnte ebenfalls nicht dabei sein und ließ seine Verbundenheit und seinen Dank ausrichten. Die Partnerschaft sei längst mehr als ein offizieller Austausch zwischen zwei Gemeinden. Sie werde von den Menschen getragen, die sich besuchen, Familien kennenlernen und über die Jahre Freundschaften entwickeln.

Besonderen Dank richteten die Redner an die Gastfamilien sowie an alle, die das Wochenende vorbereitet hatten. Zum Organisationsteam gehörte auch Bettina Günther, die gemeinsam mit weiteren Helfern für die Durchführung der Begegnung verantwortlich war.

Nach dem offiziellen Teil wurde der Abend schnell gesellig: Beim gemeinsamen Essen und bei spielerischen Aktionen rückten die Begrüßungsreden in den Hintergrund und das Wiedersehen in den Mittelpunkt.

Der Samstag führte die Gäste in ganz unterschiedliche Bereiche des Lebens rund um Tiefenbronn. In der Adler-Brauerei in Wiernsheim gab es Einblicke in die Herstellung und anschließend Gelegenheit zur Verkostung. Gleichzeitig stand für einen Teil der Gruppe die Tiefenbronner Grundschule auf dem Programm. Bei der Besichtigung und beim Spiel und Spaß in der Schulturnhalle wurde die Begegnung auch für die jüngeren Teilnehmer greifbar.

Ihren besonderen Dank richteten die Redner an die Gastfamilien sowie an alle, die das Wochenende vorbereitet hatten.  Foto: Georg Kost

Nach Vesper und Kuchen ging es am Nachmittag hinaus in die Landschaft rund um Tiefenbronn. Bei der Wanderung auf dem R2000-Weg blieb genügend Zeit für Gespräche und den Blick auf die Umgebung. Am Abend trafen sich alle wieder im Bürgerhaus in Lehningen. Die ViB-Vocs-Gruppe sorgte für die musikalische Begleitung des gemeinsamen Abendessens. Anschließend nahm Dieter Leicht die Gäste mit auf einen Streifzug durch die Geschichte der Gemeinde und stellte berühmte Persönlichkeiten aus Tiefenbronn vor.

Am Sonntag teilten sich die Teilnehmer nochmals auf verschiedene Stationen auf. Auf dem Bauernhof Stähle konnten Kuhstall und Hühnermobil besichtigt werden. Andere Gruppen erkundeten die katholische Kirche und den historischen Rundweg oder besuchten den Gottesdienst. Auf der Kegelbahn in der Gemmingenhalle ging es sportlich zu, während beim Imker Jan Tamberg die Arbeit mit den Bienen und die Imkerei im Mittelpunkt standen.

Beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen im Bürgerhaus kamen wieder alle zusammen. In den Abschlussreden wurde noch einmal auf die zehn Jahre seit dem ersten Treffen zurückgeblickt und der persönliche Charakter der Jumelage hervorgehoben. Gleichzeitig richtete sich der Blick bereits nach Frankreich: Die nächste Begegnung soll in Frasne stattfinden, wo die Tiefenbronner Gastgeber ihrerseits erwartet werden.

Dann wurde es Zeit für den Abschied. Gemeinsam wurde im Bürgerhaus abgebaut und aufgeräumt, bevor die Gäste aus Frasne die Heimreise antraten. Nach drei Tagen voller Begegnungen, gemeinsamer Erlebnisse und deutsch-französischer Geselligkeit blieb vor allem der Wunsch, dass die Freundschaft zwischen Frasne und Tiefenbronn noch viele Jahre weiterlebt.