CfR Pforzheim weist Spekulationen zurück

Absage des Heimspiels nicht im Interesse des Vereins

bei Georg Kost

Die kurzfristige Absage des Heimspiels des 1. CfR Pforzheim gegen die Young Boys Reutlingen stand im Zusammenhang mit der Vorbereitung des Spielfelds. Das abgebildete Fußballfeld ist lediglich ein Symbolbild und zeigt nicht den Rasen der KRAMSKI-ARENA. Foto: infopress24.de

PFORZHEIM, 01.09.2026 (pm) – Die kurzfristige Absage des für vergangenen Freitag angesetzten Heimspiels des 1. CfR Pforzheim gegen die Young Boys Reutlingen hat in der Öffentlichkeit offenbar für Irritationen gesorgt. Der Verein hat deshalb am Dienstag mit einer Stellungnahme von Marco Nabinger den Ablauf aus seiner Sicht dargestellt. Dabei macht der CfR deutlich, dass er die Partie weder absagen noch verschieben wollte, sondern bis zuletzt von einer Austragung des Flutlichtspiels ausgegangen war.

Nach Angaben des Vereins waren die Vorbereitungen für den Heimspieltag bereits weitgehend abgeschlossen. Das Stadionheft war vorbereitet, Speisen für den VIP-Bereich waren bestellt, Grillgut und Getränke standen bereit. Zudem waren zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für verschiedene Aufgaben rund um die Begegnung eingeteilt. Auch die letzten Arbeiten am Spielfeld waren geplant. So sollte ein Vereinsmitglied am Freitagmittag die Spielfeldlinien ziehen.

Aus Sicht des CfR war damit alles auf die reguläre Austragung der Partie ausgerichtet. Mannschaft, Verantwortliche und Helfer hätten sich ebenso wie die Zuschauer auf das Flutlichtspiel eingestellt.

Am Freitagmittag stellte sich dann allerdings heraus, dass der Rasen in der KRAMSKI-ARENA entgegen der üblichen Praxis nicht am Vortag gemäht worden war. Für die Pflege des Rasens ist nach Angaben des Vereins eine von der Stadt Pforzheim beauftragte Fachfirma aus Reutlingen zuständig. Das Unternehmen versuchte demnach, die ausstehenden Mäharbeiten am Freitag kurzfristig nachzuholen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte es jedoch stark geregnet, sodass der Platz unter Wasser stand. Der Mitarbeiter der Fachfirma brach die Arbeiten deshalb ab und informierte die Stadt Pforzheim. Nach dem Kenntnisstand des Vereins wurde der Stadt anschließend empfohlen, den Platz für die folgenden zwei Tage zu sperren. Die Stadt folgte dieser Empfehlung und teilte dem CfR die Platzsperre mit. Damit war eine Austragung der Begegnung nicht mehr möglich. Dem zuständigen Verband blieb nach Darstellung des Vereins letztlich keine andere Möglichkeit, als das Spiel abzusagen.

Der CfR betont ausdrücklich, dass diese Entwicklung nicht in seinem Interesse gelegen habe. Aus Vereinssicht wäre es sinnvoll gewesen, nach dem starken Regen zunächst abzuwarten, damit der Platz abtrocknen konnte. Anschließend hätte geprüft werden können, ob die noch ausstehenden Mäharbeiten möglich sind. Noch besser wäre es aus Sicht des Vereins gewesen, wenn der Rasen wie vorgesehen bereits am Vortag gemäht worden wäre.

Eine Spielabsage sei für den CfR Pforzheim keineswegs eine Erleichterung, sondern mit zusätzlichen Belastungen verbunden. Bereits getätigte Bestellungen und Vorbereitungen könnten teilweise nicht mehr genutzt werden. Hinzu kämen der zusätzliche organisatorische Aufwand, die vergebliche Mobilisierung ehrenamtlicher Helfer sowie die erneute Vorbereitung eines kompletten Heimspieltags für den noch festzulegenden Nachholtermin. Auch finanzielle Folgen seien mit einer kurzfristigen Absage verbunden.

Vor diesem Hintergrund weist der Verein Vermutungen zurück, wonach er selbst die Absage gewollt oder angestrebt haben könnte. Der CfR verweist darauf, dass die Mannschaft habe spielen wollen und die organisatorischen und finanziellen Vorbereitungen für den Heimspieltag bereits weitgehend getroffen gewesen seien.

Gleichzeitig kündigt der Verein an, die entstandene Situation aufarbeiten zu wollen. Dazu soll zeitnah das Gespräch mit der Stadt Pforzheim und dem von ihr beauftragten Unternehmen gesucht werden. Ziel müsse es sein, Abläufe und Verantwortlichkeiten künftig so zu organisieren, dass sich ein vergleichbarer Vorgang nicht wiederholt.

Für den 1. CfR Pforzheim steht damit nach eigener Darstellung fest, dass ein vorbereitetes und austragungsbereites Heimspiel nicht aufgrund vermeidbarer organisatorischer Probleme ausfallen sollte.