Bürgermeisterwahl in Wimsheim

Entscheidung über Kontinuität im Rathaus

bei Georg Kost

Der amtierende Bürgermeister stellt sich am 22. März erneut dem Votum der Bürgerschaft und bewirbt sich um eine dritte Amtszeit. Weitere Bewerbungen gingen nicht ein. Foto: privat

WIMSHEIM, 19.03.2026 (rsr) – Am kommenden Sonntag richtet sich der kommunalpolitische Blick auf die Heckengäugemeinde Wimsheim. 2242 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, über die zukünftige Führung der Gemeinde zu entscheiden. Auch wenn nur ein Name auf dem Stimmzettel steht, besitzt die Bürgermeisterwahl eine klare politische Aussagekraft: Sie gilt als Abstimmung über den bisherigen Kurs der Kommunalpolitik und über die Frage, ob Amtsinhaber Mario Weisbrich seine Arbeit für weitere acht Jahre fortsetzen soll. Der amtierende Bürgermeister stellt sich am 22. März erneut dem Votum der Bürgerschaft und bewirbt sich um eine dritte Amtszeit. Seit 2010 steht der Diplom-Verwaltungswirt (FH) an der Spitze der Gemeindeverwaltung. Seine zweite Amtsperiode endet im Juni 2026.

Früher Start in die neue Kandidatur
Seine erneute Bewerbung brachte Weisbrich bereits zu Beginn des Jahres auf den Weg. Kurz nach Mitternacht am 10. Januar warf er sein Bewerbungsschreiben persönlich in den Briefkasten des Wimsheimer Rathauses – unmittelbar zum Start der offiziellen Bewerbungsfrist.
Bis zum Ablauf der Frist am 23. Februar blieb es bei dieser einen Kandidatur. Damit steht fest, dass die Wählerinnen und Wähler am Wahltag ausschließlich über die weitere Amtszeit des amtierenden Rathauschefs entscheiden.

Verwaltungsfachmann mit regionaler Verwurzelung
Mario Weisbrich wurde in Pforzheim geboren und wuchs in Wimsheim sowie im benachbarten Wurmberg auf. Bevor er das Bürgermeisteramt übernahm, arbeitete er zehn Jahre lang als Bauamtsleiter in Kämpfelbach. Im Jahr 2010 setzte er sich im ersten Wahlgang gegen den damaligen Hauptamtsleiter Reinhold Müller durch und trat damit die Nachfolge von Karlheinz Schühle an.
Bei seiner Wiederwahl im Jahr 2018 erhielt Weisbrich rund zwei Drittel der abgegebenen Stimmen. Damals hatte er mit der ehemaligen Gemeinderätin Beate Lämmle-Koziollek eine Mitbewerberin, die knapp ein Drittel der Stimmen auf sich vereinen konnte.

Projekte und Entwicklungen der vergangenen Jahre
Mit Blick auf seine bisherige Amtszeit verweist Weisbrich auf eine Reihe kommunaler Vorhaben, die in Zusammenarbeit mit Gemeinderat und Verwaltung umgesetzt oder angestoßen wurden. Dazu zählen unter anderem die Entwicklung zusätzlicher Wohn- und Gewerbeflächen, die Ansiedlung neuer Unternehmen sowie der Ausbau der Kinderbetreuung, der an die Bedürfnisse von Familien angepasst wurde.
Zu den aktuell sichtbaren Projekten gehört auch der Bau eines Pflegeheims in der Gemeinde, für das vor Kurzem der Grundstein gelegt wurde. Das Vorhaben soll langfristig zusätzliche Angebote für ältere Menschen in Wimsheim schaffen.

Kommunalpolitik im Wandel
Die Bürgermeisterwahl vor acht Jahren stand noch unter deutlich anderen Vorzeichen. Damals prägte die Diskussion um die Ansiedlung der Pforzheimer Goldscheideanstalt C. Hafner das politische Klima im Ort. Die Debatte über das Unternehmen hatte die Gemeinde zeitweise stark polarisiert. Inzwischen hat sich die Situation deutlich beruhigt. Der Betrieb ist heute Teil des lokalen Wirtschaftslebens, und viele frühere Kritiker oder deren Angehörigen arbeiten mittlerweile selbst im Unternehmen.

Abstimmung über den bisherigen Kurs
Auch ohne Gegenkandidaten besitzt die Wahl damit eine politische Dimension. Für die Bürgerinnen und Bürger bietet sich die Gelegenheit, über die Fortsetzung der bisherigen kommunalpolitischen Entwicklung zu entscheiden.
Die Stimmabgabe ist am Wahlsonntag in zwei Wahlbezirken der Gemeinde möglich – im Evangelischen Gemeindehaus sowie in der Hagenschießhalle. Alternativ konnten Wahlberechtigte bereits vorab per Briefwahl abstimmen.
Die organisatorische Durchführung der Wahl liegt beim Gemeindewahlausschuss unter dem Vorsitz von Hans Lauser. Am Ende wird das Ergebnis zeigen, wie deutlich die Wimsheimer Bürgerschaft den bisherigen Bürgermeister und seinen politischen Kurs unterstützt.

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