Betrugsanrufe in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg

Seniorin aus Rutesheim verliert Bargeld und Münzen

bei Georg Kost

Symbolfoto Quelle: www.polizei-beratung.de

BÖBLINGEN/LUDWIGSBURG, 22.07.2026 (pol) – Mit unterschiedlichen Betrugsmaschen haben Kriminelle am Dienstag versucht, Bürgerinnen und Bürger in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg um ihr Erspartes zu bringen. In den meisten Fällen scheiterten die Täter, in Rutesheim fiel jedoch eine Seniorin auf die Masche herein. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Ludwigsburg gingen die Anrufe am Dienstag (21. Juli) zwischen 12 und 16 Uhr unter anderem in Gerlingen, Sachsenheim, Marbach am Neckar, Böblingen, Renningen, Leonberg und Rutesheim ein.

Die Anrufer gaben sich entweder als Ärztinnen oder Ärzte verschiedener Krankenhäuser aus und behaupteten, bei nahen Angehörigen sei Krebs diagnostiziert worden. Für eine lebenswichtige Behandlung seien nun teure Medikamente aus der Schweiz erforderlich. In anderen Fällen täuschten die Betrüger einen schweren Verkehrsunfall vor und behaupteten, eine verwandte Person könne nur durch die Zahlung einer hohen Kaution vor einer Haftstrafe bewahrt werden.

Die meisten Angerufenen erkannten den Betrugsversuch rechtzeitig. Sie beendeten das Gespräch oder sprachen die Anrufer direkt auf ihren Verdacht an, worauf diese sofort auflegten.

Eine ältere Frau aus Rutesheim glaubte jedoch, ihrer Schwiegertochter mit einer dringend benötigten Krebsbehandlung helfen zu müssen. Sie übergab einer Abholerin Bargeld und Münzen im vierstelligen Wert.

Ein weiterer Betrugsfall konnte offenbar durch das umsichtige Handeln eines Bankmitarbeiters in Leonberg verhindert werden. Er wurde misstrauisch, als eine Seniorin Schmuck aus ihrem Schließfach holen wollte, weil ihre Tochter angeblich in einen schweren Unfall verwickelt gewesen sei. Der Bankmitarbeiter verständigte die Polizei, die umgehend Maßnahmen einleitete. Zu einer Übergabe des Schmucks kam es nicht.
Die Ermittlungen der Polizei dauern an.