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STUTTGART, 16.04.2026 – Die Baukosten in Baden-Württemberg bleiben auf Wachstumskurs. Wie aktuelle Daten zeigen, verteuern sich sowohl der Neubau von Wohngebäuden als auch Instandhaltungsmaßnahmen deutlich. Besonders Ausbauarbeiten und technische Anlagen treiben die Entwicklung voran.
Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Baden-Württemberg sind im ersten Quartal 2026 um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Das teilte das Statistisches Landesamt Baden-Württemberg in Stuttgart mit. Gegenüber dem vierten Quartal 2025 erhöhte sich das Preisniveau um 1,7 Prozent.
Deutliche Preissteigerungen bei Ausbauarbeiten
Vor allem im Bereich der Ausbauarbeiten verzeichnete die Bauwirtschaft spürbare Zuwächse. Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 stiegen die Preise hier um 4,8 Prozent. Besonders stark verteuerten sich Elektro-, Sicherheits- und informationstechnische Anlagen mit einem Plus von 6,7 Prozent. Metallbauarbeiten legten um 5,9 Prozent zu, während Parkett- und Holzpflasterarbeiten um 1,5 Prozent teurer wurden.
Auch im Rohbau zogen die Preise an. Sie erhöhten sich binnen Jahresfrist um 3,0 Prozent. Deutliche Steigerungen gab es bei Zimmer- und Holzbauarbeiten mit 6,1 Prozent. Mauerarbeiten verteuerten sich dagegen nur moderat um 0,4 Prozent.
Instandhaltungskosten steigen stärker als Neubaupreise
Neben dem Neubau verteuerten sich auch Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden deutlich. Ohne Schönheitsreparaturen erhöhten sich die Preise im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent. Maßgeblich dazu beitrugen Tischlerarbeiten mit einem Anstieg von 7,5 Prozent sowie Dachdeckungsarbeiten mit 7,3 Prozent. Schönheitsreparaturen in Wohnungen verteuerten sich um 5,7 Prozent.
Preisentwicklung auch im Nichtwohnbau
Auch im gewerblichen und öffentlichen Bausektor setzte sich der Aufwärtstrend fort. Die Preise für den Neubau von Bürogebäuden stiegen um 4,4 Prozent, während gewerbliche Betriebsgebäude eine Verteuerung von 4,0 Prozent verzeichneten.
Im Straßenbau fiel der Anstieg vergleichsweise moderat aus. Hier erhöhten sich die Preise um 2,4 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025. Brücken im Straßenbau verteuerten sich im gleichen Zeitraum um 3,2 Prozent.
