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STUTTGART, 05.09.2026 (pm/rsr) – 97 der insgesamt 1.101 Gemeinden in Baden-Württemberg waren zum Jahresende 2025 schuldenfrei. Das geht aus der Schuldenstatistik des Statistischen Landesamtes hervor. Bei den schuldenfreien Kommunen handelt es sich überwiegend um kleinere Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern. Die Mehrheit hat sogar weniger als 5.000 Einwohner.
Schuldenfrei waren sowohl die Kernhaushalte als auch die Eigenbetriebe der jeweiligen Gemeinden. Unter den lediglich vier schuldenfreien Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern befinden sich Bietigheim-Bissingen im Landkreis Ludwigsburg, Engen und Stockach im Landkreis Konstanz sowie Walldorf im Rhein-Neckar-Kreis. Bietigheim-Bissingen ist mit 43.628 Einwohnern die größte schuldenfreie Gemeinde im Land.
Weitere 51 Gemeinden wiesen zwar keine „Null-Verschuldung“ auf, ihre Pro-Kopf-Verschuldung lag jedoch unter 100 Euro je Einwohner. Damit gibt es neben den vollständig schuldenfreien Kommunen eine weitere Gruppe von Gemeinden mit einer sehr niedrigen Pro-Kopf-Verschuldung.
Insgesamt hatten die Stadtkreise sowie die kreisangehörigen Gemeinden und ihre Eigenbetriebe Ende 2025 Schulden in Höhe von knapp 20,1 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung von 1.793 Euro. Die Stadtkreise lagen mit durchschnittlich 2.916 Euro je Einwohner deutlich über dem Wert der kreisangehörigen Gemeinden. Dort betrug die Pro-Kopf-Verschuldung durchschnittlich 1.537 Euro.
Bei den kreisangehörigen Gemeinden zeigt sich zudem tendenziell, dass die Pro-Kopf-Verschuldung mit zunehmender Einwohnerzahl steigt. Innerhalb der einzelnen Gemeindegrößenklassen gibt es allerdings teilweise erhebliche Unterschiede.
Insgesamt 282 Gemeinden hatten eine höhere Pro-Kopf-Verschuldung als der Landesdurchschnitt. Bei 243 Gemeinden lag die Schuldenlast sogar bei mehr als 2.000 Euro je Einwohner.
Als schuldenfrei gelten im Rahmen der Statistik Gemeinden, bei denen weder der Kernhaushalt noch die Eigenbetriebe Kredite, Kassenkredite oder Wertpapierschulden beim öffentlichen und nicht-öffentlichen Bereich aufweisen. Wertpapierschulden spielen auf kommunaler Ebene zum 31. Dezember 2025 allerdings nur eine vernachlässigbare Rolle.
Die Ergebnisse zu allen öffentlichen Haushalten einschließlich aller öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. Für den Vorjahresvergleich werden aufgrund der jährlichen Revision der Schuldendaten die bereits revidierten Zahlen herangezogen.
