23-Jähriger versucht Einsatzkräfte zu treten, anzuspucken und nach Dienstwaffe zu greifen

bei Georg Kost

Symbolfoto infopress24.de

PFORZHEIM, 06.11.2026 (pol/rsr) – Ein aggressiver Patient hat am Donnerstagabend in der Zentralen Notaufnahme eines Krankenhauses in der Kanzlerstraße einen Polizeieinsatz ausgelöst. Der 23-Jährige weigerte sich, die Räumlichkeiten zu verlassen, und leistete erheblichen Widerstand gegen die eingesetzten Beamten. Verletzt wurde niemand. Wie die Polizei mitteilt, hatte das Krankenhauspersonal kurz vor 19.30 Uhr die Einsatzkräfte verständigt, nachdem sich der Patient zunehmend aggressiv verhalten hatte. Auch die hinzugeeilten Polizisten konnten den Mann nicht dazu bewegen, die Notaufnahme zu verlassen. Deshalb sollte er in polizeilichen Gewahrsam gebracht werden.

Dagegen wehrte sich der 23-Jährige massiv. Als er zurück in die Notaufnahme laufen wollte, mussten ihn die Beamten zu Boden bringen. Beim Anlegen der Handschellen versuchte er, die Polizisten durch Kneifen und Treten zu verletzen. Zudem wollte er an ein Pfefferspray gelangen. Nachdem er die Anwesenden beleidigt hatte, spuckte er in Richtung der Einsatzkräfte und traf dabei einen Handschuh.

Erst mit Unterstützung von insgesamt sechs Polizeibeamten gelang es, den Mann in einen Streifenwagen zu bringen. Auch dort setzte er seinen Widerstand fort und trat unter anderem gegen eine Fahrzeugscheibe. Daraufhin mussten seine Beine fixiert werden. Erneut versuchte er, an die Ausrüstung der Beamten zu gelangen, diesmal an eine Dienstwaffe. Während der Fahrt zum Polizeirevier äußerte der Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit weitere Bedrohungen und Beleidigungen.

In der Gewahrsamszelle beruhigte sich der 23-Jährige. Eine Blutprobe wurde angeordnet und entnommen. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung und Beleidigung. Die eingesetzten Beamten blieben unverletzt, Sachschaden entstand nicht.