
Der Förderantrag für den geplanten Sportpark im Ortsteil Lehningen wurde als nicht förderfähig eingestuft. Foto: Georg Kost
TIEFENBRONN, 28.04.2026 (rsr) – Die jüngste Sitzung des Gemeinderats in Tiefenbronn zeichnete ein überwiegend positives Bild der kommunalen Entwicklung – auch wenn einzelne Entscheidungen auf übergeordneter Ebene für Dämpfer sorgten.
Im Bürger- und Kulturhaus Rose informierten Bürgermeister Frank Spottek und Hauptamtsleiter Manuel Rausch über zentrale Vorhaben und aktuelle Entwicklungen.
Ein wichtiges Signal für die lokale Wirtschaft ist der erste Tiefenbronner Unternehmerdialog, der in der kommenden Woche stattfindet. Mit mehr als 50 angemeldeten Teilnehmenden stößt das neue Format auf großes Interesse. Ziel ist es, den Austausch zwischen Verwaltung und Gewerbe zu intensivieren und gemeinsame Perspektiven für den Standort zu entwickeln.
Planungssicherheit bringt die Genehmigung des Haushalts für das Jahr 2026. Damit sind die finanziellen Rahmenbedingungen für anstehende Projekte und Investitionen festgelegt.
Weniger erfreulich fiel hingegen die Rückmeldung aus der aktuellen LEADER-Auswahlsitzung aus. Der Förderantrag für den geplanten Sportpark im Ortsteil Lehningen sowie für den Bike-Sport-Club wurde als nicht förderfähig eingestuft. Die Finanzierung des Projekts bleibt damit vorerst offen, alternative Lösungen müssen geprüft werden.
Einen strategischen Ansatz verfolgt die Gemeinde mit der geplanten Gründung der „Energie Tiefenbronn GmbH“. Ziel dieser Gesellschaft ist es, die Energieversorgung langfristig auszurichten und den kommunalen Einfluss in diesem Bereich zu stärken.
Differenziert stellt sich die Situation bei der Unterbringung von Geflüchteten dar. Die Zahlen sind zuletzt rückläufig: Aktuell sind 86 Personen in der Gemeinde gemeldet, nachdem der Höchststand bei 116 lag. Diese Entwicklung ermöglicht es, auslaufende private Mietverhältnisse teilweise zu beenden. Gleichzeitig achtet die Gemeinde darauf, eigene Unterkünfte weiterhin effizient zu nutzen. Positiv hervorgehoben wurde, dass mehrere Geflüchtete inzwischen privaten Wohnraum in Tiefenbronn gefunden haben – ein wichtiger Schritt für gelingende Integration.
Ein konkretes Infrastrukturprojekt wurde einstimmig beschlossen: Am Standort des Discounters Netto im Ortsteil Tiefenbronn wird eine DHL-Packstation errichtet. Die Anlage soll die Nahversorgung im Bereich Paketdienstleistungen verbessern und den Alltag der Bürgerinnen und Bürger erleichtern.
