
Symbolfoto: infopress24.de
GECHINGEN/KREIS CALW, 18.03.2026 – Nach einem versuchten Betrug im Zusammenhang mit angeblichen Investitionen in Kryptowährungen sind zwei Tatverdächtige am Montagmittag festgenommen worden. Sie wollen bei einem geschädigten Ehepaar 130 Unzen Gold abholen.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand beabsichtigte ein Ehepaar aus dem Raum Gechingen, in digitale Währungen zu investieren. Über eine Werbeanzeige in sozialen Medien kamen sie mit vermeintlichen Vermittlern in Kontakt. Seit Oktober 2025 überwiesen die Geschädigten in mehreren Transaktionen über eine Million Euro auf verschiedene Konten.
Erst als die Internetseite, über die das Paar seine angeblichen Investitionen verfolgen konnte, nicht mehr erreichbar war, erkannten sie den Betrug. Da der Kontakt zu den Tätern weiterhin bestand, wurde ein Treffen vereinbart. Dabei wurde der Täterschaft eine größere Menge Gold zur Begleichung angeblicher Anlagegebühren in Aussicht gestellt.
Am 16. März 2026 erschienen zwei Männer an der Wohnanschrift der Geschädigten, um das Gold abzuholen. Beamte der Kriminalpolizei Calw nahmen die Tatverdächtigen dort widerstandslos fest.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen erließ die zuständige Haftrichterin am Amtsgericht Tübingen am 17. März 2026 Haftbefehle wegen des Verdachts des versuchten gewerbsmäßigen Bandenbetrugs und setzte diese in Vollzug. Bei den Beschuldigten handelt es sich um einen 44-jährigen ukrainischen Staatsangehörigen sowie einen 34-jährigen polnischen Staatsangehörigen. Beide haben keinen festen Wohnsitz in Deutschland und befinden sich seither in Untersuchungshaft.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Calw und der Staatsanwaltschaft Tübingen dauern an.
