Regierungspräsidentin Sylvia Felder verpflichtet Enzkreis-Landrat Rosenau auf seine zweite Amtszeit

bei Georg Kost

Regierungspräsidentin Felder hat Landrat Rosenau auf seine zweite Amtszeit verpflichtet. Rechts im Bild Jürgen Kurz, Stellvertreter des Landrats im Kreistag . Foto: LRA Enz. Patriza Joos

ENZKREIS, 27.03.2026 (enz) – Dass Bastian Rosenau weitere acht Jahre Landrat des Enzkreises bleibt, hatte der Kreistag bereits Mitte Dezember vergangenen Jahres entschieden. In der Kreistagssitzung am Donnerstag hat ihn Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder nun offiziell vereidigt und auf seine zweite Amtszeit verpflichtet. Angesichts einer „Tagesordnung, die es in sich hat“ – wie Kreisrat Jürgen Kurz zu Beginn der Sitzung mit Blick auf die Kliniken-Entscheidung festhielt – würdigte auch Felder es als „starkes Signal“ von Rosenau, keine Feier abzuhalten.
Es sei eine zweite Amtszeit, so Rosenau in seiner Dankesrede, die er „im bekanntlich schönsten Landkreis in Baden-Württemberg“ begehen dürfe – das sei ein Geschenk, zugleich aber auch ein Auftrag. Er wolle jedenfalls auch die nächsten Jahre „mit ganzer Kraft, Leidenschaft und einem klaren Kompass“ angehen. Und er schlug einmal mehr den Bogen zu seinem Leitspruch „Das Wir gewinnt“ und dankte für „die allzeit ausgestreckte Hand des Regierungspräsidiums Karlsruhe“, für das gute und konstruktive Miteinander im Kreistag wie auch im Umgang mit den Rathaus-Chefs und -Chefinnen der 28 Städte und Kommunen des Enzkreises, von denen viele im Kreistag vertreten sind.
Rosenaus Dank ging aber auch an die Bundes- und Landtagsabgeordneten aus der Region. Sein Appell war dennoch deutlich: „Wir brauchen echte Reformen“. Dankbare Worte richtete der Kreischef nicht zuletzt auch in Richtung Landkreistag Baden-Württemberg, an die Nachbarlandkreise und die Stadt Pforzheim. Auch sein „starkes Team“ im Landratsamt würde seine Entscheidungen nicht nur mittragen, sondern ihn auch mal bremsen oder seinen Ansichten widersprechen. Auf den Rückhalt seiner Familie könne er ebenfalls immer zählen.

Bei der Wahl im Dezember hatten sich 50 der 56 anwesenden Kreisrätinnen und Kreisräte für den bisherigen Amtsinhaber Rosenau ausgesprochen, der als einziger Kandidat auf dem Stimmzettel stand. Vor acht Jahren war er nach einer spannenden Wahl bereits im ersten Wahlgang überraschend deutlich gegen einen Mitbewerber zum Nachfolger von Karl Röckinger gewählt worden. Zuvor war Rosenau von Mai 2007 bis Januar 2018 Bürgermeister der kreisangehörigen Gemeinde Engelsbrand und von 2010 bis zu seiner Wahl zum Landrat Kreistagsmitglied. Seit einiger Zeit ist Rosenau zudem Vorsitzender des Sozialausschusses beim Landkreistag Baden-Württemberg; ab dem 1. April wird er auch dem Präsidium angehören.