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HEIMSHEIM, 12.06.2026 (pol/rsr) – Fast zwei Monate nach dem bewaffneten Überfall auf eine Tankstelle an der Autobahnraststätte in Heimsheim haben Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei einen mutmaßlichen Täter festgenommen. Umfangreiche Ermittlungen führten die Ermittler zu einem 36-jährigen Mann aus dem östlichen Enzkreis, der inzwischen in Untersuchungshaft sitzt.
Der Mann steht im dringenden Verdacht, am 15. April 2026 eine Tankstelle an der Römerstraße überfallen zu haben. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei wurde er am Freitag einem Haftrichter am Amtsgericht Pforzheim vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen versuchter besonders schwerer räuberischer Erpressung in Tateinheit mit versuchter gefährlicher Körperverletzung. Als Haftgründe wurden Flucht- und Verdunkelungsgefahr angeführt.
Bewaffneter Täter bedrohte Mitarbeiter und Kunden
Der Überfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 15. April. Nach dem damaligen Ermittlungsstand betrat kurz nach 3 Uhr ein dunkel gekleideter Mann den Verkaufsraum der Tankstelle nahe der Bundesautobahn 8. Dort bedrohte er einen Mitarbeiter sowie einen anwesenden Kunden zunächst mit einem Messer.
Im weiteren Verlauf zog der Täter eine Reizgaspistole und forderte die Herausgabe von Bargeld. Der Tankstellenmitarbeiter verweigerte jedoch die Forderung. Daraufhin schoss der Angreifer in Richtung der beiden Geschädigten. Durch das freigesetzte Reizgas kam es im Verkaufsraum zu einer erheblichen Belastung der Raumluft.
Sowohl der Mitarbeiter als auch der Kunde erlitten leichte Atemwegsreizungen. Eine weitergehende medizinische Behandlung war nach Polizeiangaben nicht erforderlich.
Flucht ohne Beute
Trotz seines gewaltsamen Vorgehens gelang es dem Täter nicht, Geld zu erbeuten. Er verließ die Tankstelle ohne Beute und flüchtete zu Fuß in westlicher Richtung über Felder und Wiesen entlang der Landesstraße 1134.
Unmittelbar nach der Tat leitete die Polizei umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Mehrere Streifenwagenbesatzungen sowie ein Polizeihubschrauber suchten nach dem Flüchtigen. Der Täter konnte jedoch zunächst unerkannt entkommen.
Umfangreiche Ermittlungen führen zum Erfolg
In den Wochen nach der Tat setzte das Kriminalkommissariat Pforzheim gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen fort. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse führten schließlich zur Identifizierung und Festnahme des 36-jährigen Tatverdächtigen.
Mit der Vollstreckung des Haftbefehls befindet sich der deutsche Staatsangehörige nun in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern weiterhin an.
