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PFORZHEIM-HUCHENFELD, 30.06.2026 (pol/rsr) – Nach einem mutmaßlichen Messerangriff in einer Wohnung im Pforzheimer Stadtteil Huchenfeld sitzt ein 35-jähriger Mann in Untersuchungshaft. Dem Tatverdächtigen wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Das Opfer erlitt schwere, jedoch nicht lebensbedrohliche Verletzungen.
Die Tat ereignete sich am späten Montagabend gegen 23.30 Uhr in einer Wohnung in der Industriestraße. Nach Angaben der Ermittler war die Polizei über eine körperliche Auseinandersetzung informiert worden. Mehrere Streifenwagen rückten daraufhin umgehend zum Einsatzort aus.
Vor dem Wohngebäude trafen die Beamten auf einen 46-jährigen Mann, der stark blutende Verletzungen aufwies. Der Verletzte hatte sich nach dem Angriff aus der Wohnung ins Freie retten können. Er wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht, wo seine schweren Verletzungen behandelt wurden. Lebensgefahr bestand nach derzeitigem Stand nicht.
Der mutmaßliche Angreifer befand sich beim Eintreffen der Polizei noch in der Wohnung des Geschädigten. Die Einsatzkräfte nahmen den 35-Jährigen ohne Widerstand vorläufig fest.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei war es zwischen den beiden Männern, die sich lose kannten, zunächst zu einem Streit gekommen. Aus bislang ungeklärter Ursache soll der 35-Jährige den 46-Jährigen anschließend unvermittelt mit einem Messer angegriffen und verletzt haben. Die Ermittler stellten mehrere Beweismittel sicher, darunter auch das mutmaßliche Tatmesser.
Am Dienstagnachmittag wurde der Tatverdächtige dem Haftrichter am Amtsgericht Pforzheim vorgeführt. Dieser erließ wegen des Verdachts des versuchten Totschlags sowie bestehender Fluchtgefahr Haftbefehl und setzte diesen in Vollzug. Der 35-jährige nordmazedonische Staatsangehörige wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Die Ermittlungen zum genauen Tatablauf und zum Hintergrund der Auseinandersetzung dauern an.
