Lebensretter im Verborgenen

Wimsheim ehrt verdiente Blutspender

bei Georg Kost

Bürgermeister Mario Weisbrich (links) und Sabine Höllein vom DRK Friolzheim-Wimsheim (rechts) ehrten Wilfried Pawlitschek für 150 und Frank Rehmann (2.v.r) 100 Blutspenden. Foto: Georg Kost

WIMSHEIM, 24.02.2026 (rsr) – Schwere Unfälle auf den Straßen, komplizierte Geburten, große chirurgische Eingriffe oder die Behandlung schwerer Erkrankungen wie Krebs – in all diesen Situationen entscheidet oft die schnelle Verfügbarkeit von Blutkonserven über Leben und Tod. Moderne Medizin ist ohne Bluttransfusionen nicht denkbar. Täglich werden in Deutschland tausende Blutpräparate benötigt, um Patientinnen und Patienten zu versorgen. Doch die Vorräte sind häufig bundesweit angespannt. Feiertage, Urlaubszeiten und eine zurückgehende Spendenbereitschaft verschärfen die Situation zusätzlich.
Dass hinter jeder einzelnen Blutkonserve ein Mensch steht, der bereit ist, einen Teil seines eigenen Blutes für andere zu geben, rückte die Gemeinde Wimsheim am Dienstagabend in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit. Im Rahmen der Gemeinderatssitzung im Rathaus ehrten Bürgermeister Mario Weisbrich und Sabine Höllein vom DRK Ortsverein Friolzheim-Wimsheim zwei Bürger für ihr außergewöhnliches und langjähriges Engagement.

Blutspenden sind für die medizinische Versorgung unverzichtbar. Sie werden bei Operationen ebenso benötigt wie nach schweren Unfällen, bei Erkrankungen des blutbildenden Systems oder in der Krebstherapie. Die Versorgung mit Blutkonserven und Plasmaderivaten kann nur gesichert werden, wenn kontinuierlich gespendet wird. Ein erwachsener Mensch verfügt über etwa fünf Liter Blut, von denen rund 500 Milliliter ohne gesundheitliches Risiko gespendet werden können. Mit vergleichsweise geringem Aufwand lässt sich so ein entscheidender Beitrag zur Rettung von Menschenleben leisten.

Vor den Mitgliedern des Gemeinderates betonte Bürgermeister Weisbrich die gesellschaftliche Bedeutung dieses Engagements. Blutspenden würden überall gebraucht, die Solidargemeinschaft sei dauerhaft darauf angewiesen. Gemeinsam mit Sabine Höllein sprach er den Spendern Anerkennung und Respekt aus und dankte ihnen im Namen der gesamten Bürgerschaft.

Für ihre 100. freiwillige und unentgeltlich geleistete Blutspende wurde Frank Rehmann ausgezeichnet, Wilfried Pawlitschek erhielt die Ehrung für beeindruckende 150 Spenden. Beide nahmen unter dem Beifall der Anwesenden eine Urkunde, die Blutspender-Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz sowie Präsente der Gemeinde und des Deutschen Roten Kreuzes entgegen. Ihre jahrzehntelange Bereitschaft, regelmäßig Blut zu spenden, steht beispielhaft für gelebte Mitmenschlichkeit und Verantwortungsbewusstsein.

Die Gemeinde Wimsheim verbindet mit der Ehrung zugleich einen eindringlichen Appell. Angesichts knapper Reserven ist jede einzelne Spende von Bedeutung. Wer selbst gesundheitlich dazu in der Lage ist, kann mit einer Blutspende konkret helfen. Ebenso wichtig ist es, im persönlichen Umfeld für dieses Thema zu sensibilisieren und andere zur Teilnahme zu ermutigen. Blutspenden bleiben ein unverzichtbarer Bestandteil einer funktionierenden Gesundheitsversorgung – und ein stiller, aber wirkungsvoller Dienst am Nächsten.